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  • Tierquälerei in Bremer Kleingarten-Parzelle

    Mehrere Tiere beschlagnahmt / „Kleiner Erfolg“ für den Tierschutz. Auf einem Grundstück im Bremer Stadtteil Gröpelingen haben Ermittler der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. zahlreiche Fälle von Tierquälerei aufgedeckt. Mit dem Bild- und Videomaterial, das die Missstände eindeutig belegt, wurden Polizei sowie Veterinäramt alarmiert. Der zuständige Tierarzt beschlagnahmte daraufhin einen Teil der unter tragischen Umständen lebenden Tiere.

    Die Tierhalter haben seit mehreren Jahren Hunde, Katzen, Frettchen, Meerschweinchen, Kaninchen, Hühner, Enten, Ponys und Tauben auf ihrem Grundstück gehalten und verwahrlosen lassen. Vorausgegangen war ein anonymer Hinweis mit einigen aussagekräftigen Fotos, die die Tierschutz-Ermittler zu einem nächtlichen Besuch veranlassten. Was sie vorfanden, war weitaus schlimmer als das, was sie befürchtet hatten.

    In einem kleinen Holzschuppen vegetierte, völlig vereinsamt, ein Kater vor sich hin, der vermutlich den Schuppen nie verlassen durfte. Hinter einer Holztür befanden sich acht weitere Katzen, zusammengepfercht auf nicht einmal drei Quadratmetern. Im Trinkwasser hatten sich bereits Mückenlarven angesammelt. Die Tiere litten unter Durchfall und mussten ihre Notdurft im alten Kot verrichten, der allem Anschein nach seit Wochen nicht mehr entsorgt wurde.

    Die drei großen Hunde hatten aufgrund verkürzter Laufleinen und absichtlicher Verknotungen bei der Anbindevorrichtung kaum Bewegungsfreiheit. Der Fußboden war mit Nägeln übersät, schimmeliges Brot diente als Futter. Einer der Hunde war in einer zwingerähnlichen Einrichtung aus Holzresten und alten Europaletten eingesperrt, deren Maße nicht mal den Mindestanforderungen entsprachen. Die PETA-Ermittler fanden auch mehrere Kaninchen vor, die ohne Trinkwasser auskommen mussten, dafür aber altes, trockenes Brot als Nahrung bekamen, das für die Tiere völlig ungeeignet und gesundheitsschädigend ist.

    Auch wenn ein Teil der Tiere vorerst bei den Tierhaltern bleibt, spricht PETA von einem kleinen Erfolg für den Tierschutz. „Wir haben mehr erreicht, als wir zu hoffen wagten“, sagt PETA-Ermittler Stefan Bröckling, „immerhin kamen einige Tiere dort raus. Dennoch sind wir beunruhigt, dass die restlichen Tiere erst einmal bei den verantwortungslosen Menschen, die nicht in der Lage zu sein scheinen, ihren grundsätzlichsten Bedürfnissen nachzukommen, verbleiben müssen.“

    Weitere Informationen: http://www.peta.de/web/tierquaelereibreme.4907.html Bremer Tierquäler geht mit Axt auf Tierschützer los
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