VIER PFOTEN kritisiert erneut mangelnden Tierschutz in Tierfabriken
Hamburg, 17. August 2011 – 117.000 Hühner sind am vergangenen Wochenende (13. August), in Haldensleben in Sachsen-Anhalt qualvoll durch ausgefallene Lüftungsanlagen erstickt. Für die internationale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN ist dieses Unglück ein weiteres Indiz dafür, dass der Schutz und die Sicherheit der Tiere hier nicht gewährleistet werden kann.
Nach Angaben des Stromanbieters E.on Avacon hatte es im Umspannwerk Haldensleben Störungen gegeben. Diese hatten am Samstag zum Ausfall der Lüftung in sechs Hallen des Mastbetriebs geführt. Laut eines Polizeisprechers habe es zwar einen Notstromaggregat gegeben, dieser sei aber nicht angesprungen. Offenbar gab es weder eine Alarmanlage noch einen Bereitschaftsdienst.
Immer wieder kommt es zu verheerenden Unglücken, in denen Tausende, Zehntausende, oder wie in diesem Fall weit über 100.000 Tiere auf einmal qualvoll sterben. „Der aktuelle Fall in Sachsen-Anhalt beweist wieder einmal, dass Massentierhaltung nicht tierschutzgerecht sein kann. Die Tiere sind hier auf Gedeih und Verderb der Technik ausgeliefert, die leider immer wieder versagen kann“, sagt Dr. Martina Stephany, Kampagnenleiterin von VIER PFOTEN.
„Bei einer ausgefallenen Lüftung oder auch beim Ausbruch eines Brandes muss es möglich sein, dass die Tiere sofort gerettet werden“, sagt Stephany. „Die Tierhalter werden von der Versicherung entschädigt, aber die Tiere sind qualvoll erstickt oder verbrannt.“
Presserückfragen an VIER PFOTEN:
Dr. Martina Stephany
Tel.: 040 – 399 249 40





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