Bei den umstrittenen Stierrennen in Spanien ist am Samstagabend in Rafelbunyol in der Nähe von Valencia erneut ein Mann von einem Stier tödlich verletzt worden. Angesichts der hohen Zahl an Toten und Verletzten fordert die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. die spanische Regierung jetzt erneut auf, das blutige Spektakel endlich zu beenden. Allein in Pamplona starben seit dem Jahr 1900 mindestens 15 Menschen bei der Stierhatz, unzählige wurden verletzt.
„Die Stierkämpfe und Stierrennen sind eine Schande für Spanien, das passt nicht zu dem Bild einer modernen europäischen Nation. Die Größe einer Nation lässt sich am besten an der Fähigkeit zum Mitgefühl messen“, so Kampagnenleiter Peter Höffken von PETA. In Spanien werden jedes Jahr über 40.000 Stiere grausam getötet. PETA weist darauf hin, dass die Stierkampf-Industrie allein in Spanien schätzungsweise 530 Millionen Euro direkte und indirekte Subventionen von der Europäischen Union erhält. Ohne diese Mittel könne das blutige Spektakel gar nicht stattfinden, da einer Gallup-Umfrage von 2009 zufolge 76 Prozent der Spanier kein Interesse an der Fortführung der Stierkämpfe haben. Der spanische Widerstand gegen den Stierkampf wächst: Im vergangenen Jahr hat das katalanische Parlament mit überwältigender Mehrheit für ein Verbot des Stierkampfes in der Region gestimmt, nachdem den Behörden Unterschriften von 180.000 Einwohnern vorgelegt wurden, die ein Ende des Massakers forderten. Auf den Kanaren wurde der Stierkampf bereits vor 20 Jahren abgeschafft und viele spanische Städte sprechen sich mittlerweile gegen den Blutsport aus. PETA fordert, wie in Katalonien seit 2010 bereits umgesetzt, ein Verbot von Stierkämpfen in ganz Spanien und Frankreich.





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