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  • Erneut schwerer Unfall mit Wildtieren im Zirkus

    Aus einem scheinbar harmlosen Zirkusbesuch wurde vor wenigen Tagen in der Ukraine ein Paniklauf für Familien mit Kindern. Zwei Löwen verbissen sich in den Dompteur, die aggressiven Tiere waren nur durch ein Netz vom Publikum getrennt.

    Auch in Deutschland werden immer wieder Menschen bei Zirkusbesuchen schwer verletzt, zuletzt traf es im September in Leutkirch einen 24-jährigen Mann und seinen 9 Monate alten Sohn. Die beiden wurden von einem Elefanten des Zirkus Luna angegriffen. Aus diesem Anlass erneuert die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. jetzt ihre Forderung nach einem bundesweiten Wildtierverbot im Zirkus. Erst letzte Woche wollten die Grünen einen Verbotsantrag ins Parlament einbringen. Der Verbraucherausschuss des Bundestages signalisierte das Interesse an einer parteiübergreifenden Lösung, worauf die Grünen ihren Antrag zurückzogen. Gemeinsam wolle man nach einer tragbaren Lösung innerhalb der Fraktionen suchen.

    „Regelmäßig erzählen uns die Dompteure das Märchen vom verstoßenen Tiger- oder Löwenbaby und der bösen Mama, die ihr Baby nicht annehmen will. Damit rechtfertigen sie, dass die Babys gleich nach der Geburt im Wohnwagen des Dompteurs aufwachsen. Sie versprechen sich durch diese tierquälerische Handaufzucht zahme Raubkatzen. Doch Fakt ist: Wildtiere bleiben Wildtiere und damit gefährlich“, so Kampagnenleiterin Carola Schmitt von PETA. „Die Gefangenschaft macht die Tiere aggressiv.“ Deshalb werde es immer wieder zu Unfällen mit Wildtieren im Zirkus kommen.

    Die Bundestierärztekammer spricht sich ebenso für ein Wildtierverbot im reisenden Zirkus aus wie die Mehrheit der Bevölkerung in der BRD. Laut einer aktuellen repräsentativen Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung finden zwei Drittel der Befragten Wildtiere im Zirkus nicht mehr zeitgemäß. 2003 hat der Bundesrat in einem Entschließungsantrag ein grundsätzliches Verbot von Wildtieren im Zirkus gefordert. Die Bundesregierung hat die Entschließung bis heute nicht umgesetzt – im Gegensatz zu 13 europäischen Ländern, die bereits entweder Verbote oder starke Einschränkungen bezüglich der im Zirkus genehmigten Tierarten erlassen haben. Immer mehr Prominente sprechen sich für ein Verbot aus, darunter auch Rocklegende Udo Lindenberg, Comedian Hella von Sinnen und Schauspielerin Tina Ruland.

    Interviewkontakt: Carola Schmitt, Tel. 07156 / 17828-24, CarolaS@peta.de
    Weitere Informationen: www.zirkus.peta.de
    Prominente engagieren sich für ein Wildtierverbot im Zirkus: http://www.peta.de/web/home.cfm?p=54
    Druckfähige Fotos von Tieren im Zirkus: http://www.fotos.peta.de/categories.php?cat_id=33

    Quelle: peta.da
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