Mitten auf dem Berliner Alexanderplatz werden Kaninchen ausgestellt. Ein Hobby-Züchter lässt die schreckhaften Nager dort frei herumlaufen, bietet Passanten an, die Tiere anzufassen und hochzuheben. Damit will er scheinbar Werbung für seine Kaninchen-Zucht machen. Wasser oder einen Unterschlupf zum Verstecken haben die Tiere nicht.
Einige Kaninchen leiden an Fellschäden und eitrigem Nasenausfluss. Den Platzverweis der Polizei ignoriert der Mann einfach. Jetzt hat die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. das Berliner Veterinäramt kontaktiert und gefordert, diese Darstellung zu untersagen und die Haltung der Tiere zu überprüfen.
„Ich habe den Mann anonym angesprochen. Er sagte mir, er züchte die Kaninchen auf Masse, damit er sie billiger als im Zooladen anbieten kann“, berichtet PETA-Mitarbeiter Stefan Klippstein. Alle 40 Tiere würden von einem Berliner Tierarzt für einen Pauschalbetrag von 50 Euro monatlich behandelt. Ein Verstoß gegen die tierärztliche Gebührenordnung, so PETA. „Es geht diesem Züchter nur um Profit, das Wohlbefinden und die artgerechte Haltung der Kaninchen ist ihm egal.“ Nach eigenen Aussagen ist der Mann zudem arbeitslos. „Wir fragen uns, wie er dann die hohen Haltungskosten für so viele Tiere decken kann?“, sagt Klippstein.
Interviewkontakt: Nadja Kutscher, PETA-Kampagnenleiterin für tierische Mitbewohner, NadjaK@peta.de, Tel. 07156-1782825





Die folgenden Fehler traten bei der Verarbeitung auf