Ekelerregender Gestank drang gestern nach der Zwangsöffnung eines Hauses in Wellendingen bis auf die andere Straßenseite. Im Gebäude, das erst vor einem halben Jahr von einer Mutter mit ihrer 15-jährigen Tochter bezogen worden war, hausten 118 Tiere - darunter auch zwei Ponys.
Mutter und Tochter waren bis zum Abend nicht anwesend. Stundenlang waren die Polizei Bonndorf, vier Mitarbeiter vom Bauhof, sechs vom Veterinäramt, Bürgermeister Michael Scharf und Anja Strittmatter aus dem Rathaus im Einsatz. Die Tiere, 68 Katzen, 25 Mischlingshunde, zwei Pferde, zwei Ponys, ein Zeburind und rund 20 Zwergkaninchen, wurden in die Tierheime Weil, Lörrach, Waldshut, Dettighofen, Löffingen und Donaueschingen gebracht.
Tiefdankbar war Bürgermeister Scharf über diese Hilfsbereitschaft. Alle haben deutlich mehr angenommen, als ursprünglich zugesagt. Klaus Reuther vom Veterinäramt bescheinigte noch vor Ort die nicht artgerechte Haltung der Tiere. Die Angelegenheit wird der Staatsanwaltschaft übergeben und mündet wenigstens in einem Tierhalteverbot.
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