Hätte die Polizei früher eingreifen müssen?
Gerlingen / Zuffenhausen, 9. Juni 2010 – Wie die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. mit Sitz in Gerlingen berichtet, wurden am vergangenen Samstag aus einer Wohnung in der Satteldorfer Straße in Zuffenhausen fünf Königsnattern vom Tiernotdienst Stuttgart beschlagnahmt. Es handelte sich um ein Muttertier und ihre vier Jungen. Die Tiere waren allem Anschein nach bereits vier bis fünf Wochen unversorgt in einem Terrarium in der Wohnung untergebracht gewesen. Drei bis vier Wochen zuvor war die Polizei aufgrund eines anderen Vorkommnisses bereits in der Wohnung gewesen, hatte die Schlangen jedoch scheinbar übersehen. PETA stellt daher die Frage, ob die Beamten fahrlässig gehandelt und somit die Gesundheit der Tiere gefährdet haben. Ein Terrarium mit Schlangen dürfte schlechterdings nicht zu übersehen sein. PETA betont, dass Tiere als Staatsschutzziel mittlerweile in der deutschen Verfassung aufgenommen wurden (Art. 20a GG) und somit einer erhöhten und fürsorglichen Aufmerksamkeit insbesondere von staatlicher Seite bedürfen.
Königsnattern werden im Normalfall alle ein bis zwei Wochen gefüttert. Auch wenn ihr Zustand noch nicht kritisch war, ist es unhaltbar, dass sie unbemerkt so lange alleine in der Wohnung waren. Sie sind derzeit im Botnanger Tierheim untergebracht – was mit ihnen geschieht, ist noch unklar.
Interviewkontakt: Nadja Kutscher, Tel. 07156 / 17828-25, NadjaK@peta.de
Weitere Informationen: http://www.peta.de/exoten
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