Viele Hundehalter unterschätzen die Auswirkungen der Frühlingshitze auf ihre Vierbeiner. Am Freitag ist deswegen ein neun Jahre alter Labrador in Vaihingen zu Tode gekommen. Die Halterin hatte das Fahrzeug in der prallen Sonne geparkt. Passanten alarmierten die Polizei, die den Hund aus dem glutheißen Auto befreiten. Doch das Tier starb noch in derselben Nacht in der Tierklinik. Aus diesem Anlass gibt die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. mit Sitz in Gerlingen jetzt Tipps zum Überstehen der heißen Tage. Ein Poster mit Warnhinweisen kann auf www.peta.de/hotdogs heruntergeladen werden – zum Aufhängen in Tierarztpraxen, Supermärkten oder Autofenstern.
„Generell gilt es, seinen Hund niemals alleine im Auto zurückzulassen. Auch nicht nur für einen kurzen Augenblick“, so Nadja Kutscher von PETA. Da Hunde nur wenige Schweißdrüsen haben und ihren Körper hauptsächlich über Hecheln abkühlen, können sie binnen weniger Minuten an einem Hitzschlag sterben oder irreparable Hirnschäden davontragen. Das Innere eines Fahrzeuges kann sich an heißen Tagen schnell auf bis zu 70°C erhitzen. Fällt Passanten ein Auto auf, in dem ein Hund eingesperrt ist, muss unverzüglich nach dem Besitzer gesucht oder die Polizei gerufen werden. Sind bei einem Hund bereits Warnsignale einer Überhitzung zu erkennen, wie schweres Hecheln, schneller Puls oder eine tiefrote bis lila Zunge, müssen sofortige Maßnahmen ergriffen werden. Das Tier muss in einen klimatisierten Bereich, zumindest aber in den Schatten gebracht werden. Es sollte nicht unbegrenzt Wasser erhalten, sondern besser in ein feuchtes Tuch gehüllt werden und die Möglichkeit haben, an Eiswürfeln zu schlecken. In jedem Fall sollte der Hund umgehend zum Tierarzt gebracht werden.
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