Bremen. Schon seit Jahren tobt an der Universität in Bremen ein großer Streit um die Affenversuche
Da die Gesundheitsbehörde im Jahr 2008 die Genehmigung für Tierversuche verweigerte, begann die Universität dagegen zu klagen. Erstmals wurde die Angelegenheit jetzt vom Verwaltungsgericht verhandelt, welches auch gleich ein Urteil fällte, in dem es die Ablehnung der Gesundheitsbehörde aufhob. Die Behörde soll jetzt erneut über die Verlängerung entscheiden, muss aber die Auflagen des Gerichts berücksichtigen.
Bei dem Prozess hätte die Kammer entscheiden müssen, welches Recht -die Forschungsfreiheit, oder der Tierschutz- schwerer wiegt. Doch dies wurde von den Richtern an die Gesundheitsbehörde zurückgewiesen, da die Experten der Behörde mehrere Fehler bei der Entscheidung gemacht hatten. So die Richter.
Doch nach Ansicht der Behörde, leiden die Tiere an den stundenlangen Experimenten so stark, dass der Nutzen der Forschung dies nicht aufwiegt. Deshlab halten sie die Versuche für ethisch nicht vertretbar.
Die Gesundheitsbehörde will jetzt noch abwarten, bis die schriftliche Urteilsbegründung vorliegt. Wenn sie über einen erneuten Antrag der Uni entscheidet, dann müssen sie höchstwahrscheinlich wieder einen Gutachter berufen, der die unglaubliche Qual der Tiere, und andererseits den Erkenntnisgewinn der Versuche erneut beurteilt.
Es kann noch Jahre dauern, bis eine endgültige Entscheidung vorliegt.
Tierschützer stellt dies überhaupt nicht zufrieden. "Es ist eine unendliche Geschichte" urteilen die Tierschützer mit Blick auf das Tauziehen vor Gericht. "Die langen Wege gehen zulasten der Tiere".
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