Viel zu eng und ganz und gar nicht artgerecht waren 242 Kälber aus dem Raum Augsburg in einen Tiertransporter eingepfercht. Die Autobahnpolizei stoppte den Transport bei Engen und ließ 80 Kälber entladen, bevor der Laster weiter nach Spanien fahren durfte.
Am Mittwochnachmittag, gg. 15.15 Uhr, kontrollierten Beamte der Autobahnpolizei einen Tiertransporter aus dem Raum Augsburg. Festgestellt wurde, dass auf dem Transporter, auf dem auf drei Stockwerken Schweine transportiert werden können, alle drei Stockwerke mit insgesamt 242 Kälbern beladen waren. Da die Kälber ein höheres Stockmaß als Schweine haben, konnten sich die Kälber kaum regen und stießen mit ihren Rücken wegen unzureichender Höhen an den jeweiligen Decken an und dies obwohl das zur Beladung nach oben ausfahrbare Dach auch während dem Transport ausgefahren war. Der Transport überschritt so die maximal zulässige Gesamthöhe von vier Metern schon um unzulässige 18 Zentimeter.
Der Transport sollte nach Spanien gehen, wo von einer Transportzeit von ca. 28 Stunden auszugehen war. Es bestand der Verdacht, dass schon Beladungszeiten verschleiert wurden, um kürzere Transportzeiten zu erreichen. Erlaubt sind für solche Transporte maximal 19 Stunden Transportzeit.
Nach der Hinzuziehung eines Veterinärs und heftigen Diskussionen mit dem Fuhrunternehmer wurde schließlich eine Etage mit 80 Kälbern entladen, worauf der Transport mit 162 Kälbern auf zwei Etagen weiter in den Raum Barcelona fahren durfte.
Die Autobahnmeisterei Engen organisierte ein Gelände auf dem die zurückgebliebenen 80 Kälber umgeladen und bis zum Weitertransport zu einem in erträglicher Entfernung liegenden Ferntransportunternehmer für Tiere gebracht werden konnten.
Veterinäramt und Gewerbeaufsichtsamt am Sitz des Unternehmers haben sich der Sache angenommen. Derartige Transporte sind den Beamten des Autobahnpolizeireviers Mühlhausen-Ehingen nicht ganz fremd.
Quelle



Kommentar schreiben
Artikel bewerten