Die ersten Haie schwammen bereits vor über 400 Millionen Jahren durch die Ur-Meere. Doch seit einigen Jahrzehnten setzt ihnen der Mensch erheblich zu. Dabei blieb die Jagd auf die vermeintlichen Bestien lange Zeit kaum beachtet – Knorpelfische sind nun mal keine Kuscheltiere mit Rehaugen. Doch es wächst das Bewusstsein, dass Haie als große Jäger am Ende der Nahrungskette meeresökologisch von herausragender Bedeutung sind.Naturschutzverbände befürchten, etliche der über 500 Hai-Arten weltweit könnten durch Menschenhand aussterben. Der „weltweite Appetit auf Delikatessen wie Sushi, Haifischflossensuppe oder auch die in Deutschland so beliebte Schillerlocke“ trieben die Jäger der Meere „an den Rand der Ausrottung“, warnt Olaf Tschimpke, der Präsident des Naturschutzbundes Nabu drastisch.
Nach Angaben der Welternährungsorganisation (FAO) sind in den vergangenen zwei Jahrzehnten jedes Jahr bis zu 900.000 Tonnen Haie aus den Weltmeeren gefischt worden. Doch es dürfte eine große Dunkelziffer geben: Denn erstens verfügt die FAO über keine Zahlen aus wichtigen Verbraucherstaaten wie China, zweitens wird in erheblichem Umfang auch illegal Jagd auf Haie gemacht, und drittens ist nur bei wenigen Hai-Arten die Jagd international reguliert, sodass nur bei diesen halbwegs verlässliche Fangdaten erhoben werden.
Quelle: welt.de





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