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    1. #1
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      Pferd kaufen - wann realistisch, wann machbar?

      Huhu,

      diesmal geht's nicht um mich, sondern um eine Freundin von mir, die jetzt seit 7 Jahren reitet und überlegt, ob sie sich, wenn sie über 20 ist, ein Pferd kaufen soll - sie mag auch studieren und hat mich gefragt, ob sie dann überhaupt genug Zeit und Geld in ihr Pferd investieren kann oder ob sie warten soll, bis sie ihren Master und einen Job hat.

      Sie stellt sich es so vor, dass sie erstmal abwartet, bis sie 18 wird, um dann neben dem oder anstelle des Reitunterricht(s) eine RB zu suchen und die dann zwei Mal die Woche zu bewegen, um praktische Erfahrungen zu sammeln, ohne die Sicherheit eines Reitunterrichts zu haben.
      Ich habe zu ihr gesagt, dass sie ja erstmal gucken könnte, ob ihr die RB für den Anfang nicht reicht, damit sie sich nicht übernimmt - so ein Studium frisst ja auch Zeit und wenn sie nebenbei noch arbeiten will, wird das definitiv zu viel, wenn sie sich nicht konsequent organisiert.

      Was meint ihr denn dazu - ist es vernünftig, sich in dem Alter (ohne abgeschlossenem Studium und immer auf die finanzielle Unterstützung der Eltern angewiesen sein zu müssen) schon ein Pferd zu kaufen oder sollte man die Schiene mit der RB solange weiterfahren, bis man eine sichere Anstellung hat?

      Klar, der Wunsch nach einem eigenen Pferd, womit man machen kann, was man will, ist immer da (gewesen), auch bei mir. Bei einer RB ist man immer auf den Besitzer angewiesen, der einen überwacht und beobachtet.

      Auf der anderen Seite zahlt man für ein eigenes Pferd in der Stadt bestimmt schon 400€ allein an Miete, dazu kommen noch die anderen laufenden Kosten.
      Das ist mit einem Studentenjob kaum noch zu decken.

      Und wenn man im Unterricht reiterlich nicht mehr weiterkommt, dann ist der nächste logische Schritt ja eine RB, die sich erstmal finden lassen muss.
      Landet man da nicht über mögliche Umwege immer beim eigenen Pferd? smiley_confuse Ich weiß, dass das ihr großer Traum ist und ich bin davon überzeugt, dass sie den irgendwann wahr machen wird. Aber wann ist der richtige Zeitpunkt dafür? Gibt es den überhaupt?

      Liebe Grüße





    2. #2
      LK1 am Zaun
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      Hängt mMn ganz davon ab, wie es finanziell bei ihr aussieht. Würden ihre Eltern dahinterstehen? Wenn ja, komplett oder nur für die laufenden Kosten, bei ner KolikOP wärs zu teuer?

      Erfahrungen mit RBs hat sie nicht, nur Reitstunden? Wie realistisch ist ihre Einschätzung der Verantwortung? Der Kosten? Des Zeitaufwands?

      Studium, eigenes Pferd und Nebenjob kann nur klappen, wenn sie alles andere komplett aufgibt oder eins der 3 zu kurz kommt. Ich hab meinen während des Studiums gekauft, Nebenjob hatte ich keinen, das Pony hatte unter der Woche frei und wurde nur am Wochenende leicht gearbeitet - was zu dem Zeitpunkt jedoch eh das Beste für ihn war.

      Ich würd ihr ganz klar dazu rate, sich jetzt schon auf RB-Suche zu begeben und nicht nur ein reiterliches RU-Können aufweisen zu können. Der richtige Zeitpunkt für ein eigenes Pferd ist der, an dem einem ein Pferd über den Weg läuft, bei dem man einfach weiss, dass es dieses Pferd sein muss, und dass man trotz aller Schwierigkeiten mit ihm zusammenwachsen will und wird *poetisch* :D
      (\_/)
      (O.o)
      (> <)

    3. #3
      Themenstarter
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      Hey Sisc,

      also, als sie gestern bei uns war, hat sie uns geholfen, die Pferde zu versorgen - sprich, zur Weide bringen, Futter in die Krippen werfen (naja, gut, ist keine Kunst *g*), die Stallgasse durchfegen, Sättel schrubben und haste nicht gesehen. Also, ich fand', sie hat das schon ganz gut gemacht und kann auch ganz gut mit anpacken.

      Würden ihre Eltern dahinterstehen? Wenn ja, komplett oder nur für die laufenden Kosten, bei ner KolikOP wärs zu teuer?
      Also, so genau weiß ich das natürlich nicht, aber ich denke, dass sie sich das alles selbst finanzieren möchte - bei einer OP würden die Eltern sicher aushelfen. Ansonsten will sie die Boxenmiete etc. alles selbst bezahlen. Das war ja auch der Knackpunkt, wo ich meinte, dass das so nicht funktionieren wird.

      Erfahrungen mit RBs hat sie nicht, nur Reitstunden? Wie realistisch ist ihre Einschätzung der Verantwortung? Der Kosten? Des Zeitaufwands?
      Sie hatte sich darum bemüht, eine RB zu bekommen, als sie 15 war, aber die einzige handfeste RB ist ihr dann aus undefinierbaren Gründen abgesprungen (O-Ton: "Sorry, muss noch für eine Mathearbeit lernen, hab' keine Zeit, melde mich, tschüss" als sie sich mit der Besi treffen wollte smiley_sad) und der Rest war nicht so dolle. Entweder wurden horrende Anforderungen gestellt, die selbst ich nicht vorweisen kann, oder die Besitzer haben nur kostenlose Bereiter gesucht.
      Ansonsten hat sie seit sieben Jahren kontinuierlich jede Woche Reitstunden, reitet jetzt etwa auf E/A-Niveau Dressur und kann das Pferd auch allein arbeiten - Abteilung wird in den Stunden gar nicht mehr geritten. Ausgeritten sind sie wohl auch schon mal. Ansonsten macht sie jeden Sommer Lehrgänge und ist dann auch den ganzen Tag am Stall, um zu helfen (Sättel fetten, Wasser zur Weide bringen etc.).
      Ich kann mir schon vorstellen, dass sie genug Verantwortungsbewusstsein hat, um eine RB zu übernehmen. Ist halt nur schwierig wegen dem Abi und dem Lernen.

      Also, du meinst, sie soll sich jetzt schon nach RBs erkundigen, neben dem Unterricht?





    4. #4
      Held des Tages.
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      Avatar von Elly
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      Hmh. Schwer zu sagen. Also ich für meinen Teil hab mir geschworen mir erst dann ein Pferd zu kaufen, wenn ich es tutti completto selber bezahlen & unterhalten kann. Ich möchte unter keinen Umständen irgendwie abhänig von meinen Eltern sein. Meine Mum hat mir zwar versprochen, dass sie (wenn es dann mal soweit ist) auf jeden Fall was zum Kaufpreis dazu tut, aber den Unterhalt muss ich selber finanzieren. Ist auch ganz gut so, dann kann ich nämlich machen was ich will. (hehe)

      Außerdem denke ich, dass man durch ein Studium auch sehr eingeschränkt ist. Wer weiß wo es mich später mal hintreibt.Evt. Außlandsjahr? Praktika? Großstadt? Man sollte sich, denke ich, da nicht auch noch ein Pferd an den Fuß binden. Wenn es erst mal da ist, dann ist es da und man HAT Verantwortung.

      Aber das kommt sicher immer ganz auf die Person selber an. Ist denn schon klar, dass sie auf jeden Fall studiert? Oder vlt. eine Außbildung ect. pp.

      Ich würde ihr raten vorher so viel Erfahrung wie möglich zu sammeln um dann mit dem eigenen Pferd nicht ins kalte Wasser springen zu müssen.
      Mein Ziel ist es ja ohne hin mein Pferd später selber auszubilden & dafür muss ich eben noch ein bisschen Erfahrungen sammeln. Kommt ja ganz gelegen, da ich eh noch warten wollte. ;)


      Und auf jeden Fall ne RB suchen ;). Man kann ich auch weiter Reitstunden auf dem RBs-Pferd nehmen.

    5. #5
      Diplomatin - Arabinfizierte
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      Avatar von Silberfeder
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      Hey,

      ist schwer zu sagen. Wenn Sie sich ein eigenes Pferd holt und evtl. eine erfahrene RB dafür hat, ist zumindest das zeitliche nicht so schwierig und ein bisschen Geld käme auch rein.
      Ich bin in der Ausbildung und habe ein eigenes Pferd, ohne jegliche Unterstützung von irgendwem.
      Finanziell machbar, wenn auch anstrengned/schwer.

      Ich kenne genug, die wegen dem Studium ihr Hotte verkauft haben - das wird wohl gründe haben.
      ~* Nichts ist schwerer und nichts erfordert mehr Charakter, als
      sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: "Nein!" *~
      Tucholsky

      www.trensenwunder.de


    6. #6
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      Zitat Zitat von Brillenschlange Beitrag anzeigen
      Also, so genau weiß ich das natürlich nicht, aber ich denke, dass sie sich das alles selbst finanzieren möchte - bei einer OP würden die Eltern sicher aushelfen. Ansonsten will sie die Boxenmiete etc. alles selbst bezahlen. Das war ja auch der Knackpunkt, wo ich meinte, dass das so nicht funktionieren wird.
      Da sehe ich ein großes Problem drin, und zwar: Das klappt nicht ! Sie muss sich gerade da von ihren Eltern finanziell unterstützen lassen. Sonst arbeitet sie sich tot.
      Ein anderes Problem wäre meiner Meinung nach, dass sie ja nicht nur vor sich hinstudiert, sondern auch viel lernen muss und nebenbei noch arbeiten gehen will - das könnte schwierig werden, gerade wenn man nicht weiß wie es ist ein eigenes Pferd zu haben.


      An und für sich finde ich die Idee aber gar nicht so doof. Sie sollte aber eben abwarten und vielleicht erstmal anfangen zu studieren um zu sehen, ob da überhaupt noch ein eigenes Pferd mit reinpasst.
      Ich an ihrer Stelle würde mich erstmal mit einer RB eindecken. Und damit muss man nicht warten bis man 18 ist ;) Je mehr Erfahrung desto besser. Wenn sie dann noch auf der RB Unterricht nehmen kann, schlägt sie zwei Fliegen mit einer Klappe.


      Übrigens ist das auch mein momentanes Problem. Entweder ich nehme mein Pferd mit zu meinem Ausbildungsplatz bzw mit in die Nähe, oder er muss weg. Meine Schwester studiert und sagt ganz deutlich: "Nein, ich habe keine Zeit ihm gerecht zu werden."
      Geändert von SoylentGreen (25.05.2010 um 16:59 Uhr)

    7. #7
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      Huhu!

      Übrigens ist das auch mein momentanes Problem. Entweder ich nehme mein Pferd mit zu meinem Ausbildungsplatz bzw mit in die Nähe, oder er muss weg. Meine Schwester studiert und sagt ganz deutlich: "Nein, ich habe keine Zeit ihm gerecht zu werden."
      Also, ich studier' ja auch noch ein bisschen und ich kann auch sagen, dass man einen sehr strengen Tagesplan haben muss, um sowohl dem Studium als auch dem Pferd gerecht zu werden. Ich steh' morgens um halb sieben auf, lerne, gehe zur Uni, fahre sofort zu den Pferden durch, muss dann wieder lernen... und nebenbei arbeite ich ja auch noch. Also, das ist schon ermüdend und ich bin immer froh, wenn Semesterferien sind; da kann ich lernen, wann ich will.

      Ich hab' mich gerade spaßeshalber durch einschlägige RB-Seiten im Internet geklickt, Himmel, was die teilweise verlangen - 100€ aufwärts und dann aber bitte noch auf L-Niveau reiten und das dt. Reitabzeichen Klasse III haben. Ich kenn' so viele, denen die Abzeichen zu teuer sind oder die gar keine Tuniere reiten und das deshalb nicht brauchen. Mhm.

      An und für sich finde ich die Idee aber gar nicht so doof. Sie sollte aber eben abwarten und vielleicht erstmal anfangen zu studieren um zu sehen, ob da überhaupt noch ein eigenes Pferd mit reinpasst.
      Ich an ihrer Stelle würde mich erstmal mit einer RB eindecken. Und damit muss man nicht warten bis man 18 ist ;) Je mehr Erfahrung desto besser. Wenn sie dann noch auf der RB Unterricht nehmen kann, schlägt sie zwei Fliegen mit einer Klappe.
      Jo, das werd' ich ihr auch sagen. smiley_smile
      Ich denke, das ist ein ganz guter Kompromiss - übrigens, ihr seid da mehr "im Stoff" als ich: Wird man als "Neu-RB" eigentlich auch 'genommen' oder heißt's da "Erfahrung erwünscht"? Ich bin früher immer so in die RB-Geschichten reingerutscht, ohne groß zu suchen.





    8. #8
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      Ich nehme durchaus auch solche, die bisher keine Erfahrungen damit hatten.
      Ich lege meine Privilegien da anders. Wenn jemand net so dolle reiten kann, dafür aber sehr gut mit mir und meinem Pferd zurechtkommt und den Willen zeigt, sich zu verbessern und auch viel über Haltung und Pflege lernen will/sich beliest, zudem ein sehr ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein hat, dann ist das durchaus jemand, den ich nehmen würde.

      Ich hoffe, es gibt da draußen noch wen, der das so sieht wie ich smiley_help

    9. #9
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      Booooooaaar... ich muss mich mal ein wenig abreagieren. >.<

      Ich hatte meiner Freundin eine ganz nett klingende RB rausgesucht, sie hat dort angerufen, letzte Woche war Probereiten angesagt. Alles superklasse gelaufen, die Besi war nett, das Pferd lieb, der Stall in Ordnung. Für gestern sollte dann eigentlich das zweite Probereiten stattfinden, vorgestern bekam meine Freundin jedoch eine SMS, dass das Pferd Freitag geimpft würde und sie deshalb nicht reiten könne - mehr nicht. Auf die Nachfrage, wie man denn nun verbleiben sollte, schrieb sie, sie "würde sich dann bei dir melden - aber ich gucke sich noch andere Reiter an und entscheide dann".
      Nichts von wegen "du kannst gerne mal so vorbeikommen" oder so, wie ich das machen würde, wenn ich wirklich Interesse an einem Pferdemädchen hätte.
      Und wenn das Pferd doch geschont werden muss, warum kann sich sich noch andere Reiter angucken? Und: Einen Impftermin bekomme ich meistens zwei Wochen im Vorraus genannt, so dass ich planen kann. Mir kann niemand erzählen, dass ein Tierarzt zwei Tage vorher anruft und sagt "so, ich komm dann mal am Freitag vorbei und impfe!". o.O

      Was für eine doofe Ausrede. Blöder geht's doch irgendwie gar nicht mehr. Wenn man es sich doch anders überlegt hat, kann man das doch schreiben, ist doch kein Beinbruch.
      Aber sowas? Pfff... finde ich nicht nur doof, nein, ich finde das unmöglich. Das ist doch keine Art!

      *grummelt*

      P.S.: Vor allem: Beim ersten Termin hatte die Besi ihr gesagt, sie hätte die Reitbeteiligung zu 75%. smiley_irre





    10. #10
      Queen of the Flies
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      Avatar von crinblanc
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      Ich denke, das ist ein ganz guter Kompromiss - übrigens, ihr seid da mehr "im Stoff" als ich: Wird man als "Neu-RB" eigentlich auch 'genommen' oder heißt's da "Erfahrung erwünscht"?
      Ehrlich gesagt nehm ich lieber Greenies als strictly FN-angebrütete RB´s.
      Mit denen hab ich richtig üble Erfahrungen gemacht und war heilfroh, daß ich aus Prinzip bei Neu-Reitern kein Gebiß reinmach.
      Ausserdem waren die "turniererfahrenen" Mädels tödlich beleidigt, daß ich sie beim ersten Ausritt an die Reißleine genommen hab (Zügel re u li im Pluvinel, Sicherungsleine im Mittelring, war NICHT überflüssig smiley_zwinker) und sie gebeten hab, mal die Pfoten und Schenkel stillzuhalten.

      Meine "beste" RB hatte zwar schon einige Jahre RU, hat damit aber recht schnell aufgehört (freiwillig, mir wär´s egal gewesen), nachdem sie gesehen hat, daß es auch anders geht. Leider ist sie mittlerweile einem Wolfi zu Opfer gefallen und fast nicht mehr hier...

      Die anderen Versuchs-RB´s waren einfach eines: Unzuverlässige Schönwetterreiter. Dann lieber garnicht.

      Lg, crinblanc
      Some people say I'm bananas,
      I'm sure I don't know what they mean.
      My goldfish are really pirhanas.
      Things aren't quite what they seem...

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