Ich kenne mich leider so gut damit aus wie mit Stricken oder Häckeln :) War aber neugierig, und Onkel Google hat mich auf Wikipedia verwiesen.
Schau mal hier:
Kandare
Liebe Grüsse:
Tammy
Hey Leute,
nicht lachen, ok?
Aber ich habe mir gerade Bilder aus einer M und aus einer S Dressur angeschaut, und jeder trug dort eine Kandarre. Ich glaube, das ist ja auch so vorgeschrieben.
Im Westernreitsport wird auch eine Kandarre benutzt, wenn das Pferd bereit ist.
Aber ich frage mich im ernst: Wozu braucht man eine Kandarre eigentlich? Es heißt, für eine feinere Hilfegebung.
Aber ich habe gelernt: An einer Kandarre gehört kein Zug und keine Einseitige Zügelhilfe.
Wozu also das Ding reinschnallen?
Mich kräuselt es wirklich, wenn ich sehe wie stark die Teile auf Anzug sind - und wenn ich bedenke, was das für einen Druck beim Pferd gibt.. Oh Weh.
Also, wer spielt Erklärbär für Feder?
Grüßle
Federchen
~* Nichts ist schwerer und nichts erfordert mehr Charakter, als
sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: "Nein!" *~
Tucholsky
www.trensenwunder.de
Ich kenne mich leider so gut damit aus wie mit Stricken oder Häckeln :) War aber neugierig, und Onkel Google hat mich auf Wikipedia verwiesen.
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Kandare
Liebe Grüsse:
Tammy
Eigentlich seh ich bei entsprechend vorbereiteten Pferden zumindest auf dem Westernsektor lieber ein Bit (ungebrochene Stange mit Anzügen, kann in Form eines "Spadebit" auch recht gruselig aussehen, ist es auch bei falscher Handhabung) als ein Shanksnaffle (gebrochnenes Gebiß mit Anzügen). Der Unterschied liegt eben in der Möglichkeit einer seitwärtsweisenden Einwirkung. Ähnlich auch bei den iberischen Gebissen. (Leider ist ja auch in der Working Equitation recht bald eine K. Vorschrift- was mich ziemlich schnell von diesen ansonsten recht spannenden Prüfungen abgebracht hat)
Wieso ab L bei den Pinguinen teilweise eine Kandare Pflicht ist, ab M auf jeden Fall, versteh ich ebensowenig wie den hochheiligen Sperriemen. Ich seh da immer wieder Leute, die auf keinem meiner Pferde irgendeine Form von Gebiß in die Pfoten bekommen würden.
Ursprünglich wurde eine K. eigentlich immer da eingesetzt, wo Gehorsam des Pferdes, egal wie, lebensnotwendig war, also Rinderarbeit und Krieg.
Und genau daraus haben sich diese Hauptstilrichtungen entwickelt.
Lg, crinblanc
Some people say I'm bananas,
I'm sure I don't know what they mean.
My goldfish are really pirhanas.
Things aren't quite what they seem...
Aber im ernst:
Wozu Kandarre?
Das Pferd muss es eh erst einmal auf Wassertrense können, und dann knallt man eine Kandarre drauf und zerrt.
Für mich ergibt sich der Sinn nicht.
Ich meine, wer sein Pferd ohne am Zügel zu zerren reiten kann und nicht ständig an der Kandarre rumreißt, wie man es aber leider zu 98% zu sehen bekommt, könnte sein Pferd theoretisch auch mit Wassertrense oder gar ohne Gebiss so reiten.. oder?
Was bewirkt die Kandarre als feinere Hilfegebung?
Für mich kann man Sie nur annehmen und somit Druck im Unterkiefer + Genick ausüben, oder eben locker lassen. Die Anlehnung selbst sollte übers Gebiss erfolgen, nicht über Druck.
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Tucholsky
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Eben genau DAS sollte nicht der Sinn einer Kandare sein. Wird leider allzuoft so verstanden.und dann knallt man eine Kandarre drauf und zerrt.
Was für mich heute noch total unlogisch ist, ist die Kombi Unterlegtrense/Kandare. Entweder ich habe ein Pferd, das sich über Sitz/Gewicht/Schenkel stellen läßt und auf Neckreining reagiert- dann brauch ich keine U-Trense.
Oder ich hab ein Pferd, das eben noch nicht soweit ist, dann sollte ich keine K. einbauen.
Das ist eigentlich eher Make-up für die Optik: Die K. hilft,durch Einwikung auf Genickund Unterkiefer eine Beizäumung zu erhalten, aber für die seitwärtsweisenden Hilfen braucht´s noch ne U-Trense.
Unter dem Aspekt, wie wenig Platz in den meisten Mäulern ist, äusserst überdenkenswert.
Da hab ich (ähnlich wie beim RH) den Eindruck, es werden absichtlich Vorschriften erlassen, um eine gewisse reiterliche Unfähigkeit gar nicht erst als solche erscheinen zu lassen....
Ich kenn aber durchaus Pferde, die mit K. deutlich zufriedener laufen als mit Wassertrense. Oft bei blütigen Pferden zu finden. Allerdings dann meistens blank.
Schöne Anekdote: Ich wollte vor Jahren mal für meinen Welsh-Araber im Reitsporthandel eine Unterlegtrense als "normales" Gebiß erstehen (damals gab´s die 16er KK noch nicht, die anderen waren zu dick) und mußte mir von der dessurreitenden Verkäuferin einen Vortrag anhören, das sei Tierquälerei, weil viiiiiel zu dünn.
Meine Frage am Ende der Vorstellung war nur "Achso, und wenn ich noch ne Kandare dazu packe, wird´s weicher?" Sie wußte keine Antwort, ich habe nicht da gekauft, bin im Westernsektor (hundsordinäres Edelrostersnaffle) fündig geworden...
Lg, crinblanc
.... du hältst sowas doch nicht für wirklich möglich?smiley_lach... oder gar ohne alles? Wo kämen wir denn da hin?könnte sein Pferd theoretisch auch mit Wassertrense oder gar ohne Gebiss so reiten.. oder?
PS: Nur zum Verständnis:... übt ein Gebiß keinen Druck aus- oder ein Nasenriemen oder gar ein Halsring? Oder meinst du die Hebelwirkung?Die Anlehnung selbst sollte übers Gebiss erfolgen, nicht über Druck.
Geändert von crinblanc (30.07.2010 um 09:09 Uhr)
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Meinte damit eher den Druck auf Unterkiefer und Genick, dem das Pferd ja wegen der Schmerzen weicht, daher auch oft die Rollkur.... übt ein Gebiß keinen Druck aus- oder ein Nasenriemen oder gar ein Halsring? Oder meinst du die Hebelwirkung?
Druck im Maul, ja der entsteht ja sowieso, aber bei einer weichen Hand ist die Verbindung federnd, d.h. es entsteht kein Schmerzdruck. Bei einer Kandarre gibt es halt nur Keine Wirkung oder Einwirkung, den Druck übt Sie direkt aus. Leider.
Ja und Nein. Denke die meisten Pferde mögen Kandarren u.a. wegen der Stange. Zumindest meien Erfahrung.Ich kenn aber durchaus Pferde, die mit K. deutlich zufriedener laufen als mit Wassertrense. Oft bei blütigen Pferden zu finden. Allerdings dann meistens blank.
Jeder Blüter den ich hatte, der auf Kandarre ging (Der läuft nur mit!) war tatsächlich nur darüber zu halten - die Kandarre diente nur als Bremse.
Und vermittelt.Eben genau DAS sollte nicht der Sinn einer Kandare sein. Wird leider allzuoft so verstanden.
Das meinte ich mit meiner Aussage.Was für mich heute noch total unlogisch ist, ist die Kombi Unterlegtrense/Kandare. Entweder ich habe ein Pferd, das sich über Sitz/Gewicht/Schenkel stellen läßt und auf Neckreining reagiert- dann brauch ich keine U-Trense.
Oder ich hab ein Pferd, das eben noch nicht soweit ist, dann sollte ich keine K. einbauen.
Damit man einem Pferd eine Kandarre reinknallen kann/darf, muss das Pferd die Lektion auf normalem Gebiss kapiert haben.
Und dann knallt man eine Kandarre rein.. +Unterlegtrense, und gibt eigentlich dieselben Hilfen + Kandarren-Zupfen.
Irgendwie nur ein Störfaktor.
Hilf mir auf die Sprünge ;P
Btw, wenns nur um die Hebelwirkung ginge, könnte man ja genausogut ein mech. Hackamore einspannen zusätzlich zur Wassertrense *lacht*
Dann hat das Pferd weniger im Maul und man kann trotzdem den Kopf runterziehen.
Wie heißt der Reiter noch gleich, der die großen Springsachen mit Bosal reitet? Krakow oder so?.... du hältst sowas doch nicht für wirklich möglich?... oder gar ohne alles? Wo kämen wir denn da hin?
Tendenziell braucht man das Zeug echt nicht am Gaul, seitwärts einwirkende Hilfen kriegt man über ein Sidepull auch hin, und das Pferd sollte ja in Selbsthaltung laufen und sich nicht auf den Zügel legen, wozu also Gebiss?
Ne, das schweift zu sehr ab.
Also, immernoch:
In welcher Hinsicht soll die Kandarre die Hilfen verfeinern?
Sporen ist klar, man sieht weniger Bewegung am Bein.
Aber Kandarre?
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Ich glaub, ab hier müssen wir den Einsatz von blanker K. mit "Slack", also durchängendem Zügel und der anstehenden aus dem FN-Sektor differieren.Druck im Maul, ja der entsteht ja sowieso, aber bei einer weichen Hand ist die Verbindung federnd, d.h. es entsteht kein Schmerzdruck. Bei einer Kandarre gibt es halt nur Keine Wirkung oder Einwirkung, den Druck übt Sie direkt aus. Leider.
Auch die Kandare übt nur den Druck aus, den die Hand vorgibt. Eine ständig anstehende K. kann und will ich nicht haben.
Daß bei einer Wassertrense kein Schmerzdruck entsteht, halte ich nach allem, was ich so sehe, leider für ebenso illusorisch wie die korrekt eingesetzte Kandare.
Trotzdem geh ich im großen und ganzen mit dir konform: Wer nur eine K. reinbaut, weil es schick ist und nach höheren Klassen aussieht, hat nix kapiert.
Allerdings: Ich hab selten ein Fremdpferd so fein reiten können wie ausgebildete (!!!) Kandarenpferde aus dem Rinderarbeitssektor. Da ging allerdings 99% über Sitz und Schenkel. In der Hand hatte ich etwa das Gewicht eines Päckchens Tempos.
Der PRE einer Bekannten ist auf K. ähnlich leicht zu reiten- allerdings ist er fast 10 Jahre dahingehend ausgebildet worden. (Er geht aber auch an Sidepull, Halsring etc.)
Bestätigt nur wieder meine These, daß Pferd und Reiter erst in dem Moment Kandarenreife haben, in dem sie das Teil eigentlich nicht mehr brauchen.
Auch jein. Ich hab in allen Fällen, in denen ich es versucht hab, VOR der Kandare eine Stange ohne Anzüge getestet. Wär mir ja auch lieber gewesen.Denke die meisten Pferde mögen Kandarren u.a. wegen der Stange. Zumindest meien Erfahrung.
Als Notbemse hab ich´s übrigens nur einmal eingesetzt- und da war´s mir sch***egal. Die Alternative wär ein Sattelzug gewesen *grins*
Lg, crinblanc
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Natürlich übt eine Wassertrense auch enormen Schmerzdruck aus, wenn der Reiter eine harte Hand hat oder Riegelt.Ich glaub, ab hier müssen wir den Einsatz von blanker K. mit "Slack", also durchängendem Zügel und der anstehenden aus dem FN-Sektor differieren.
Auch die Kandare übt nur den Druck aus, den die Hand vorgibt. Eine ständig anstehende K. kann und will ich nicht haben.
Daß bei einer Wassertrense kein Schmerzdruck entsteht, halte ich nach allem, was ich so sehe, leider für ebenso illusorisch wie die korrekt eingesetzte Kandare.
Aber der Unterschied ist, bei einer Kandarre muss der Zügel ohne Zug sein, sonst kommt sofort Druck!
Bei den Westernreitern ist ja z.B. die Kandarre eigentlich immer locker, ohne Zug.
Und wozu brauchte das Pferd dann eine Kandarre? o.OAllerdings: Ich hab selten ein Fremdpferd so fein reiten können wie ausgebildete (!!!) Kandarenpferde aus dem Rinderarbeitssektor. Da ging allerdings 99% über Sitz und Schenkel. In der Hand hatte ich etwa das Gewicht eines Päckchens Tempos.
Kaltblut-Pony-Mix-Stute, Winter 2006. Galopp endete trotz auf Anschlag gerissener Kandare mit einem Frontalaufschlag gegen den Baum. Helm gebrochen.Als Notbemse hab ich´s übrigens nur einmal eingesetzt- und da war´s mir sch***egal. Die Alternative wär ein Sattelzug gewesen *grins*
Mir hat damals selbst die Kandarre bei dem toten Zombiepferd nichts gebracht - nix Schenkel, nix Gewicht, und die Kandarre als Notbremse, die an für sich schon durch minimales annehmen half.
Nicht an dem Tag.
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Bei den Westernreitern ist ja z.B. die Kandarre eigentlich immer locker, ohne Zug.Davon red ich doch. Übrigens auch diese Camargue-Kuhponys. Da stand nix an, das war einfach deren normale "Arbeitskleidung". Die wurden wirklich auch in der Herde eingesetzt. Und wenn ein Stier auf mich zuwalzen würde, würd ich vermutlich auch nicht erst mittels Sidepull diskutieren wollen.Ich glaub, ab hier müssen wir den Einsatz von blanker K. mit "Slack", also durchängendem Zügel und der anstehenden aus dem FN-Sektor differieren.
Auch die Kandare übt nur den Druck aus, den die Hand vorgibt. Eine ständig anstehende K. kann und will ich nicht haben.
Und der PRE wurde ab und an kandart, weil die Besi eine PK-Ausbildung beim Meister himself machte. Der hielt das für ok.
Bei gut ausgebildeten Westernpferden, die mit Slack geritten werden, kommt beispielsweise auch schon beim Handheben (lang bevor Zug entsteht oder sich die Anzüge bewegen) allein durch das veränderte Gewicht der Zügel eine Reaktion. Sprich, sie werden eigentlich garnicht angenommen.
Bei mir hat die Notbremse damals gegriffen,ich fand das unter den suboptimalen Umständen bei dem Pferd und der Besi damals auch völlig legitim. Da klaffte halt mal wieder Theorie und Realität mit all ihren bösen Seiten weit auseinander.
Über den Sinn einer daueranstehenden Kandare muß mich allerdings auch erstmal jemand aufklären. Ich argwöhne nämlich, daß das eher der (Richter-) Gewohnheit als der Reitlehre entspricht ;).
Lg, crinblanc
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Mal auf Schlange warten, die gehört zu den Pinguinen und ist ja bereits mit L dran. Fehlt ja nimmer viel bis zur L-Kandarre.
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Ich nehm halt an, daß auch bei den Pinguinen eine daueranstehende K. eigentlich nicht erwünscht ist.
Mir hat jedenfalls der Besi der beiden M/S- Rentner beigebracht, den K- Zügel immer leicht durchhängen zu lassen. Laut ihm diente die Kandare der "Erhaltung der Beizäumung"- sprich, ich sollte nix damit machen, aber wenn sich das Pferd aus welchen Gründen auch immer hätte raushebeln wollen, wär das wohl der Job der K. gewesen. Inwiefern das sinnvoll ist und inwiefern Kosmetik- fraglich. Bei den wenigen Englischpferden, die ich danach noch mit K. geritten hab, hab ich immer mit dem K-Zügel per Durchhängen geschummelt ;)
Meist hab ich die Jungs auch mit normalem Gebiß geritten, ab und an gab´s halt Seniorensport in voller Montur.
Hat ihnen nicht geschadet, beides WB mit beachtlicher Turnierkarriere und ü 30 noch fit genug für L/M- Lektionen.
Lg, crinblanc
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Der Sinn entzieht sich mir - eine korrekte Beizäumung sollte durch korrektes Reiten hergestellt werden, und wenn sich das Pferd herausheb (durch Unwillen oder reiterliche Fehler), dann muss man es wieder korrekt hinreiten.
A la "Schlaufzügel drauf und mal ziehen wenn das Pferd den Schädel hochzieht"..
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Richtig. Fragt sich nur, wer das kann? Die Elite, oder zumindest ein großer Teil davon, sähe ziemlich schlecht aus ;). Jetzt kommen wir aber bald in die Region, wo man dann generell Sinn und Unsinn von Gebissen, gebißlosen Zäumungen und der Reiterei insgesamt diskutieren könnte.
Ich sag ja, ich hielt und halte es eher für Kosmetik. Allerdings war hier nie von Ziehen die Rede, höchstens davon, die Hand stehen zu lassen. Hätte ich einen von den Jungs HdS geritten, hätte der Oberst mich gefressen. Da legte er allergrößten Wert drauf.
Mir ehrlich gesagt auch egal- ich selber reite keine FN-Dressur, habe gute und weniger gute Erfahrungen mit verschiedenen Gebissen gemacht, bin hier wohl diejenige, die mit der wenigsten Technik auskommt- trotzdem denk ich, eine KORREKT eingesetzte K. schadet ebensowenig wie jede andere KORREKT eingesetzte Zäumung.
Als wie notwendig was erachtet wird, liegt immer im Ermessen des Einzelnen...
Ich persönlich brauch weder Trense noch Kandare, behaupte aber trotzdem nicht, daß jeder, der eine Wassertrense benutzt, nicht anständig reiten könne und das Teil wohl als Notbremse braucht.
Lg, crinblanc
PS: Erst jetzt gesehen:- auch das leider in 90% der Fälle eine schöne Vorstellung fern der Realität. Da geht Geld vor Zeit. Ebenso wie bei Pinguins und allen anderen auch.Im Westernreitsport wird auch eine Kandarre benutzt, wenn das Pferd bereit ist.
Geändert von crinblanc (30.07.2010 um 14:30 Uhr)
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Irgendwie macht mich das traurig.
Der 7-Jährige Paint meiner SB wird ja auch auf Kandarre geritten, Pleasure.
Mit 7.
Kosmet.. das könnte es sein. In der Barocken Reitweise sind ja z.B. die Kandarren reichlich verziert mit Schnörkeln und allem, da könnte das echt passen :P
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Lach, grad die find ich so häßlich. Wobei, die allergräßlichste war eine W.-Kandare in Form eines Colts. Fast schon Ironie... ;)
Ich selber besitze nur ein hundsordinäres W.-Bit mit relativ humanen Anzügen und breiter, flacher Zungenfreiheit. Damit hab ich meinen Welshie von gebißlos über Kandare wieder auf Snaffle umgestellt. Also grad the other Way round. Lag aber an seinen Horrorerfahrungen mit gebrochenen Gebissen.
hehe- hab´s gefunden: http://www.jdpsales.com/catalog/imag...0Bit%20806.jpg
Was den Paint betrifft- leider ist das mit 7 absolut "normal". Je nachdem, wie deine Stallbesi reitet, mehr oder weniger traurig.
Lg, crinblanc
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Vergangenes Jahr wurde er garnicht geritten, sie bekam im Juni Ihr Kind.
Davor auch zeitweise nicht, und dieses Jahr erst seit Mai wieder.
Und doch, hübsch sind die schon:
http://portuguesa-galeria.de/Designe...pg&maxsize=354
http://t3.gstatic.com/images?q=tbn:_...96520g.jpg&t=1
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Übrigens hatten wir das alles schonmal- auch da eher ergebnislos *lach*Kandarre
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Naja dort gings eher um die Wirkungsweise, sprich wo ist Druck, wo Schmerz, wo Einwirkung.
Mir gehts hier echt darum, zu wissen wozu eine Kandare eigentlich gut ist, wenn man die Zügel nicht anfstehen lassen soll, das in der Dressur aber Gang und Gebe ist.
Beim Western erschließt sich das ein bissl: Die Kandare wird eigentlich nicht gebraucht, aber die Arbeit ist gefährlich und da sollte man sofort, präzise und zur Not ohne Verzögerung agieren müssen.
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Ja- wobei man auch das hinterfragen könnte- oder jagt deine Stallbesi halbwilde Rinder? ;)- wenn nicht, ist die K. bei ihr ebenso überflüssig wie bei den Pinguinen, die ja auch nicht mehr durch Schlachtgetümmel reiten. (revidiere- wenn ich an die letzten Turniere in "ländlichen Reitvereinen" denke... *lach*).
Klar ist, daß eine daueranstehende Kandare wohl weder im einen noch im anderen Sektor "der reinen Lehre" zufolge was zu suchen hat.
Was das Vermeiden des Raushebelns angeht- das hab ich oben schon gesagt, auch da soll die K. nicht aktiv "strafen" (und vor allem nicht- wie bei jeder anderen Zäumung auch-isoliert wirken), sondern durch stehenlassen eine Art Begrenzung bieten. Und es ist in der Tat eine Sache, ein Pferd in den GG mit konstanter Verbindung zu reiten und eine andere bei stark versammelnden Übungen (ich hab da jetzt speziell die Serienwechsel und den Piaff-Ansatz im Hinterkopf). So, wie ich gelernt hab, sie einzusetzen (ich bin nie damit geritten, weil ich´s unbedingt wollte, sondern weil der "Oberst" es ab und zu ganz gut fand- und auch Spaß dran hatte, uns zu unterrichten), hatte ich zumindest bei diesen beiden alten Herren nicht den Eindruck von Schmerzen, Verspannung oder Unwohlsein. Trotzdem- mich hat das Teil und das Zügelgewirr eher genervt als erfreut. Die Zügelführung hat übrigens auch noch einen gewaltigen Einfluß auf Schnelligkeit und Schärfe der Kandare.
Klar kann man es mit Wassertrense erarbeiten, sogar ohne Gebiß (gibt auf Nachbohren sogar Herr Branderup zu)- es dauert nur viel, viel länger. Ich als Alien kann mir und meinem Pferd den Zeitluxus halt gönnen...ohne je im Hinterkopf zu haben, uns irgendwelchen Richtern zum Fraß vorzuwerfen ;)
Lg, crinblanc
PS: Bevor ich einen Thread aufmach: "Wozu Schenkelweichen" frag ich´s hier. Der Sinn dieses Seitenganges, der in meinen Augen keiner ist, hat sich mir nie erschlossen. Ganz ehrlich.
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Deine Aussage bezüglich der Kandarre ist schon sehr sinnvoll, eigentlich kann man dem nur zustimmen :)
Schenkelweichen soll eigentlich dem Pferd nur den seitwärtstreibenden Schenkel beibringen, a la "einmal gekonnt, nichtmehr abgefragt".. Wobei viele das als "lösende" Übung bezeichnen und bentuzen.
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So bezeichnen- ja. Als lösend benutzen- da hab ich so meine Probleme mit... wie soll ein Wegdriften über die Schulter ohne Biegung im Rippenbogen lösend wirken?
Genau das hab ich mich immer gefragt.
Und den Schenkelgehorsam- der wird bei uns über andere Sachen- allem voran unser inniggeliebtes SH- geübt und gefestigt.
Wobei ich mir vorstellen kann, daß auch SW bei Pferden, denen diese Übung liegt, beliebt ist. Einfach über Lob nach Aufgabe -> positive Verstärkung.
Lg, crinblanc
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