Halli Hallo Alex :) Natürlich haben wir dich nicht vergessen.
Zur Bodenarbeit kann ich dir mit Sicherheit ein paar Tipps geben, aber ich fange erst mal mit dem "Bauchproblem" an.
Scheinbar, und auf Grund seiner Vorgeschichte, wird er wohl entweder a) an dieser Stelle wegen Sattelgurt ect. empfindlich sein (schlechter Erfahrung), oder b) es ist einfach DIE Stelle, an der er nicht so gerne berührt werden mag. (Das kommt durchaus mal vor)
Wie sieht es denn beim Satteln aus? Da musst du ja zwangsläufig auch unter den Bauch.
Schnappen und Treten geht natürlich gar nicht. Als erstes sollte allerdings geklärt werden warum er sich so verhält. Deswegen wäre jetzt hier wichtig wie es in Kombination von einem Sattelgurt aussieht. Macht er da auch Theater, dann hast du den typischen Fall von Satteldruck.
Das ist nicht ganz einfach weg zu bekommen und bedarf viel viel Geduld. Ich spreche aus Erfahrung xD.
Du musst beachten, dass es auf keinen Fall okay ist, wenn er dich beißen will. Dann gibt es eben einen Klapps auf die Nase. Auch wenn dir das nicht so gut vorkommt, da du ja auf der anderen Seite "Vertrauen" haben willst. Aber das ist wichtig.
Zum Üben nimmst du dir am besten einen Strick und legst in einmal komplett über den Pferderücken und um den Bauch. Die beiden Enden hältst du in der Hand. Jetzt bewegst du den Strick langsam hin und her, sodass der er am Bauch entlang "reibt".
Das wird dein Pferd zunächst mit Sicherheit nicht mögen. Du hörst auf, sobald er auch nur ein kleines Zeichen von Entspannung zeigt.
Der nächste Schritt wäre das langsame Gurten, oder auch dass du dir einfach eine Bürste nimmst und in immer wieder an der "bösen" Stelle streichelst. Will er dich beißen hat mir meine Trainerin damals zwei Tricks gezeigt.
No. 1 besteht darin, dass du ihn gleichzeitig während du gurtest oder putzt mit der anderen Hand am Hals klopfst. Das kann ruhig ein wenig fester sein (natürlich nciht verprügeln) einfach damit er merkt, hey es gibt auch was viel unangenehmeres. Du hört wieder auf sobald er ein wenig die "Aggression" rausnimmt. Kommt er wieder an und legt die Ohren zurück, knirscht die Zähne oder will sogar schnappen, dann fängst du wieder an.
Die 2. Methode sieht anderes aus. Hier nimmst du dir eine Möhre und probierst es mit dem Überraschungseffekt. Sobald er den Kopf zur Seite nimmt und schnappen will, steckst du ihm die Möhre hin. Er wird sicherlich überrascht sein ;). Aber die Methode ist nicht zur Langzeittherapie gedacht und hilft nicht bei allem Pferden, ja nach dem wie "tief" dieses Problem schon sitzt. Manchmal bekommt man es auch gar nicht weg. Aber du kannst daran arbeiten, dass er zum. nicht beißt und tritt. Auch wenn er nur in die Luft tritt.
So viel zum zweiten Teil.
Das Problem mit der Bodenarbeit ist natürlich sehr sehr weitläufig und da kann man eigentlich nicht DEN einen Tipp geben und alles wird gut. Da muss konsequent an den Grundlagen gearbeitet werden, und am sinnvollsten wäre wirklich Unterricht.
Aber hier erst mal eine Übung die ihr zwei machen könnt. Es geht sich um simples Führen.
Ziel ist, dass das Pferd ganz entspannt neben die steht & das im besten Fall direkt neben der so interessanten Tür.
Du brauchst dafür ein langes Seil. (am besten wirklich 3,8 Meter, damit du zur Not genug Abstand halten kannst.)
Ein Knotenhalfter wäre sinnvoll, geht aber auch mit Stallhalfter.
Und auch einen Stick. Eine Gerte kann man dazu nicht benutzen.
Neigt er dazu dich zu überrennen?
Ziel ist, dein Pferd achtet auf dich und hält genau da an, wo du hältst. Im Stehen soll es dann den Kopf etwas senken und ruhig darauf warten was du als nächstes von ihm möchtest.
So das ist ziemlich viel zu erklären ich mach es einfach ganz kurz in Stickpunkten und wenn du Fragen hast, dann frag.
1) Das Losgehen: Das Pferd geht IMMER als erstes. Der Reiter führt sein Pferd, indem er a) mit dem Seil in Gehrichtung zeigt b) den Oberkörper nach vorne neigt c) ein wenig mit dem Stick die Hinterhand "andeutet" (nicht berühren) d) die Hinterhand berührt- dabie aber nicht nach hinten gucken, sondern a) und b) beibehalten.
2) Bewegt sich das Pferd, gehen wir mit. Bei den ersten Versuchen loben.
3) Anhalten. Beim Anhalten geht es umgekehrt. Der Reiter hält und das Pferd passt sich an. Dazu bleiben wir einfach unverhofft stehen, und atmen beton aus- entspannen uns.
Wenn das Pferd nun weiter geht, geben wir Impulse über das Seil bis es steht. Nun das Pferd rückwärts-richten bis es wieder neben uns steht. (dabei nicht vom Fleck bewegen!)
4) Kopf senken. Dazu fahren wir mit einer Hand am Hals entlang bis zum Genick und massieren dort ein wenig. Das Pferd wird darauf hin den Kopf etwas runter nehmen. Aufhören. (das kommt etwa den "Kitzelpunkten" am Knie gleich, da sind wir Menschen ja auch empfindlich ^^)
Nimmt das Pferd den Kopf wieder hoch, das selbe noch einmal.
5) Wichtig bei der ganzen Sache ist, dass wir selber super entspannt sind. Das überträgt sich sofort auf das Pferd. Bein anwinkeln, ruhig etwas gebeugt stehen.
6) Irgendwann wird es also für das Pferd zur Gewohnheit entspannt neben dir zu laufen. Auch an Stellen, an denen es "Angst" hat, oder denen es große Aufmerksamkeit schenkt. Klar, dass in Situationen außerhalb der Halle der Kopf nicht immer unten ist. Wäre auch doof, sonst kann das Pferd ja nicht sehen was Sache ist. Das ist auch okay. Wichtig ist nur, dass es vom Grundsatz gelernt hat. "Aha mein "Führer" ist entspannt, kein Grund zur Sogre." "Was machen wir jetzt als nächstes?" "Gehen wir jetzt weiter?".
So das ganz kurz und knapp.
Natürlich ist damit noch nicht alles getan. Weiterhin solltest du ein Pferd immer beschäftigen wenn du in diese Ecke kommst. (und viel an dieser Ecke arbeiten) Seitwärts, rückwärts... irgendwas wobei dein Pferd automatisch ein wenig mehr auf dich achtet. Ziel wäre dann, dass dein Pferd auch auf dem Zirkel ganz locker ohne den Kopf hoch zu nehmen an der Tür vorbei geht.
Aber das kommst nicht von heut auf morgen ;) Viel Glück.











































































































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