Hufrehe ist eine extrem schmerzhafte sowie ernsthafte Erkrankung, die bei nicht Behandlung einen tödlichen Verlauf hat. Sind die ersten Anzeichen einer Rehe zu sehen, ist es wichtig, sofort den Tierarzt zu holen. Die wichtigen Erste Hilfe Stellungen bis zum Kommen des Tierarztes sind, Hufe zu wässern. Das Pferd wird in einem Bach gestellt, sofern einer in der Nähe ist ist oder es werden Eimer mit Wasser gefühlt, die Hufe dann reinstellen. Die Kühlung verschafft etwas Linderung. Das Horn quillt auf, nimmt den Druck aus dem Huf.
Wenn zu viele Kohlenhydrate / Zucker gefressen werden, wird Verdauungsaparat diese nicht mehr verarbeiten oder ausscheiden können. Das Gift schwimmt im Blut, das Blut wird dick. Es setzt sich in den Beinen ab. Es übt Druck auf die Huflederhaut aus. Die Huflederhaut entzündet sich. Wird die Rehe nicht behandelt, kommt es anschließend zurHufbeinrotation, endet damit, dass das Hufbein sich den Weg durch die Hufsohle sucht. Das ist dann das Ende.
Merkmale einer Rehe sind, klammer Gang, Steif bei Wendungen, erhöhter kräftiger schlagender Puls innerhalb des Vorderbeines direkt über dem Huf. Dann steht das Pferd in Sägebockartiger Haltung. Die Vorderbeine stehen nach vorne, die Hinterbeine mehr nach vorne gestellt, die Hufe werden vorne entlastet. In wenigen Fällen sind auch die Hinterhufe betroffen.
Möglichkeiten für Rehe gibt es viele. Der Hauptgrnd ist zuviel Gras! Das Gras besitzt gerade im Frühling, im Juli / August, auch nach Frostnächten, langer Trockenheit erhöhte Fruktangehalte. Das Gras braucht das Fruktan , zum Wachstum, speichert es in den Halmen ab, um dann im richtigen Moment in die Höhe zu wachen, um Blüten etc. zu bilden. Gestresste Weiden, die zu kurz abgegrast sind, beherbergen eine Große Gefahr. Das Gras speichert wieder mehr Fruktan, um gegen den Verbiss anzugehen. Immer weider hört man den Rat, stell ein Rehepferd auf eine kurze Weide - das ist völlig verkehrt. Ein gute Weide ist, die in der Blüte steht. Sie hat so gut wie kein Fruktan mehr, sie muss nicht mehr wachsen.
Auch zu eiliges Anweiden führt zur Hufrehe. Die Pferde sollten von 10 Minuten an täglich 5 Minuten mehr ans Gras zu gewöhnt werden, statt dessen werden sie von jetzt auf gleich auf die Weide gebracht.
Mieses Futter, falsches Futter, löst Rehe aus. Hafer wurde oft angedichtet, er hätte zuviel Eiweiß. Hafer nicht mehr Eiweiß als Gerste z.B.! Die Belastungsrehe rührt daher, das zuviel auf hartem Untergrund geritten wurde! Die Geburtsrehe entsteht nach der Geburt eines Fohlens, wenn minimale Mengen der Gebärmutter im Stutenkörper verbleiben und dann in Verwesung übergehen.
Auch die Aufnahme von giftigen Sachen, wie Giftpflanzen sie Verursacher einer Hufrehe.
Hufrehe ist auch ein Symptom , z. B. bei Cushing ist das oft der Fall. Es verschwindet die Rehe erst, wenn die Ursache, das Cushing Medikamentös wird.
Ansonsten gilt es, eine zu schnelle Futterumstellung durch zuführen, in der ersten Zeit werden die meisten Rehepatienten nur mit Rauhfutter gefüttert. Die Pferde sollten auf weichen Boden stehen. Die Box muss dick eingestreut werden! Die Hufe regelmäßig ins kaltem Wasser stellen nimmt den Druck aus den erkrankten Gliedmaßen. Weidegang ist verboten! Wenn die Rehe ausgeheilt ist - gilt trotzdem - einmal Rehe, immer Rehe! Wenn einmal ein Reheschub geschehen ist,egal welcher Grund es war, sind diese Pferde mehr gefährdet wieder einen Reheschub zu bekommen. Es gilt die für immer, auf Fütterung, Weidezeit zu achten.
Der Hufschmied schaut sich die Hufe an, ob ein Rehebeschlag gebraucht wird. Ich bin für das Kleben, da das aufnageln sehr Schmerzhaft für die Pferde ist, ein weiterer Schub kann dadurch ausgelöst werden. Vielleicht braucht es keinen Beschlag, muss aber regelmäßig die Hufe geraspelt bekommen, denn es entwickelt sich oft der Knollhuf!
Quelle: Die kleine Farm
Geändert von Joy (10.12.2009 um 16:41 Uhr)
Tipp zu den Klebeschuhen am Rande: (Du meinst wahrscheinlich den Dallmer-Reheclog zum Kleben?)- Mittlerweile gibts die Dinger auch als "Sandalen", halten allerdings nur, solange das Pferd sich nicht zuviel bewegt. Sind aber eine brauchbare erste-Hilfe-Maßnahme, bis der Hufschmied da ist. Der kann sie dann auch ankleben.
Empfehlenswert ist es auch, an der Zehe ein "Sandalenloch" zu schneiden, so läßt sich die Zehe kurzhalten, ohne daß der Schuh abgenommen werden muß.
Bei Besserung können die "Absätze" peu a peu (wirklich millimeterweise) runtergefeilt werden, dann ist beim Abnehmen die Umstellung (Sehnen) nicht allzu groß.
Ich bin auch begeistert von den Teilen.
Wenn kein "Beschlag"- die beste Einstreu ist loser, trockener Sand, alternativ Späne- am besten eher feine. Da kann (und wird) das Pferd automatisch zur Entlastung die Zehe "in den Boden" bohren, was eine Rotation verhindern kann. Und kühlen, kühlen, kühlen.....
Wichtig: Ursache behandeln, Durchblutung fördern, Niere/Leber stützen ("entgiften"). Wird bei der herkömmlichen Behandlung (Die meisten TÄ verschreiben immer noch Equi....) oft verpasst. Auch Aderlaß oder Blutegel bringen in vielen Fällen Erleichterung.
Lg, crinblanc
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