Hey,
viele unterschätzen die zirzenischen Lektionen leider. Sie sind wie auch die Englische oder Western Ausbildung eine Vollwertige Ausbildung mit zu befolgender Ausbildungsskala.
Rein theoretisch fängt man unten an, d.h. die Bodenlektionen Kompliment, Knien, Liegen und Sitzen. Erst dann kommen die Imposanten Dinge wie Spanischer Schritt, Spanischer Gruß, Piaffe, Passage, Levade und das Steigen.
Da ich allerdings kein Freund vom runterfüttern bin und auch keine Beinlonge an mein Pferd kommt (bin was Beine und Longen angeht ausreichend traumatisiert) habe ich mich weitestgehend von den Bodenlektionen verabschiedet und fördere diese nur beiläufig, wenn mein Dicker z.B. schmusig ist, dann legt er sich sobald ich im Sand rumstochere mit dem Fuß, hin. Das wird gelobt. Geht fast auf Kommando.
Bis dato arbeiten wir also am Spanischen Gruß und Schritt, letzteres macht gute Fortschritte, seit ich clickere, weil er im korrekten Moment gelobt wird (zuvor bestand das Problem, dass man ja erst klopfen oder Leckerli geben konnte, wenn das Beinchen wieder unten war, bzw. man musste halt etwas Distanz wahren, sodass nie im richtigen Moment gelobt wurde).
Ein Click nach 4 Schritten, Leckerli. Soweit sind wir. Wenn er ganz doll ist spanisch Schrittet er umher und guckt mich neugierig an. Kein Click ;)
Lektionen die ich nicht unterstützen möchte, werde oder jemals will, sind das Steigen und die Levade. Dies sind Drohgebärden und Imponiergehabe, das unter falschen Umständen extrem unglücklich enden kann.
Das merke ich schon beim spanischen Schritt manchmal, wenn andere Leute Leckerlis haben, und mehr als Einmal ist schon wer vor ihm weggehopst zwecks fliegender Vorderfüße.
Wenn ich mir erst vorstelle, was passiert, wenn er die Levade oder Steigen "kann"..
Außerdem ist es allgemein zu gefährlich, der Weg dorthin sehr Zwiespältig und man setzt das Pferd mit Pech in Zwickmühlen. Steigt es irgendwie irgendwo, straft man, auf dem Platz widerrum ist es ok? Nein, das muss nicht sein.
Wie übt man Sie.. Tjoa.
Den spanischen Schritt habe ich aus seinem übereifrigen Betteln entwickelt, sodass ich direkt bei dem Punkt "Bein vor" war. Unser Kommando ist 'Hepp' für (von vorne gesehen) das linke Bein und 'das Andere' ist das Kommando für Rechts (Jaja, ich weiß, sehr klug).
Für gewöhnlich muss man ja das Röhrbein solange touchieren, bis Herr Pferd das Bein bewegt, loben, wieder.
Irgendwann nur noch loben, wenn das Bein nach vorne gestreckt wird usw.
Unser größtes Problem war anfangs das Laufen dabei, das klappt aber, seit wir das viel Berg ab geübt haben, gut.
Wichtig ist: Nicht zu lange üben. Irgendwann stellt sich der Arbeitsspaß sonst ein, und eine Fressbegierde bleibt zurück. Nicht gut.
Spanischen Gruß habe ich aus dem anfänglichen Hepp entwickelt, sowie unserer Regel 'weichen'. Da ich von anfang an Wert darauf gelegt habe, dass er das Bein beim 'betteln' (was es damals ja noch war) erst dann absetzt, wenn die Gerte aufhört, dieses zu berühren, war es nicht schwer a und b zu kombinieren und ließ ihn mit touchiertem Bein anfangs nur 1-2 Schritte weichen. Das Bein sollte waagerecht in der Luft sein.
Ganz wichtig dabei: Bitte keine schweren Pferde das machen lassen, Verletzungen an den Bändern, Rotationsverletzugnen, Überdehnungen, alles das sind Folgen. Leichte Pferde, kein Reiter.
Das Pferd muss zu der Übung die Hanken ordentlich beugen um ausreichend die Vorhand, um die rotiert wird, zu entlasten. Also auch das muss gewährleistet sein.
Das Beinchen sollte auch max. 5 Sek. oben bleiben, es ist nämlich enorm anstrengend.
Wir werden demnächst ein Podest bauen und dort weiterarbeiten, werde dazu eine umgebaute EUPAL nehmen.
Grüße
Feder











































































































Zitieren









Lesezeichen