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    1. #1
      **Lea**
      Gast
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      Ich bin:
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      1000 möglichkeitenein Pferd zu longieren

      Wie der Titel schon sagt: Es geht um die unterschiedlichen Auffassungen was der ein oder andere so unter Longieren verstehen.

      Da es speziell hier immer wieder vorkommt, dass man sich eigentlich nur zu einem Problem äußert und dann wieder eine Grundsatzdiskussion über Hilfszügel ja/nein, Kappzaum ja/nein usw. vom Zaun gebrochen wird. Wie wärs wenn man diesen ganzen Kram einfach hier abhandelt und bespricht und muss sich dann nicht mehr auf Kosten irgendwelcher Leute die wirklich ein Problem haben streiten. Bzw. die können dann hier auch reingucken und noch mehr zu den Arbeitsweisen erfahren und rausfinden, was das richtige für sie selbst ist.

      Ich longier halt nach den FN Richtlinien, wobei ich durchaus auch schonmal bereit bin andere Wege zu gehen, wenn es eben auf dem normalen Weg nicht geht.

      Dann gibt es da ja noch diesen Longenkurs von einer Babette Teschen und diverses Natural Horsemanship.

      Für mich persönlich ist das keine Option zu Longieren, das ist kontrolliertes Laufenlassen. Für mich muss ein HZ am Pferd sein, da ich sonst einfach keinen ausreichenden Spannungsbogen aufbauen kann um die notwendige Muskulatur fürs Reiten zu entwickeln. Außerdem hat das Pferd durch einen gut verschnallten, vernünftig ausgewählten Hilfszügel etwas an das es sich vertrauensvoll herandehnen und abstoßen kann. Gerade für Pferde, die auch in Anlehnung geritten werden sollen ist das sehr sinnvoll, weil es sich direkt aufs Reiten bezieht. (z.B. englisch gerittene Pferde) Für Pferde die nach einer Impulsreitweise geritten werden (z.B. Westernpferde) sind durchaus andere Hilfszügel empfehlenswert als für ein englisch gerittenes Pferd.

      Aber wenn man wirklich mehr als nen bisschen locker machen will (->sprich arbeiten) dann kommt man da meiner Meinung nach nicht drumrum.

      MEINE MEINUNG !!!!

    2. #2
      Diplomatin - Arabinfizierte
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      Avatar von Silberfeder
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      Hallo Lea,

      insoweit ein guter Beitrag.

      Ich persönlich finde Hilfszügel beim longieren nicht so toll, denn Sie erfüllen einen ganz wichtigen Aspekt der Anlehnung nicht: Das Nachgeben.

      Das ist auch der Grund gegen die HZ, lediglich Schlaufzügel vernünftig angewandt helfen entsprechend.

      Wenn ich longiere, dann meist mit langen Dreieckern, eingeschnallt am Doppelt gebrochenen Gebiss. Die Longe ist entweder am Knotenhalfter oder am geliehenen Kappzaum eingeschnallt, hauptsache es rutscht nichts ins Auge oder schadet dem Maul.

      Ansonsten befürworte ich die Doppellonge, Sie ist die einzige vernünftige Art und Weise, das Pferd zu longieren bzw. Muskeln vom Boden aufzubauen und gut dehnen zu lassen.
      Allerdings benötigt es eine hilfreiche Hand um es zu erlernen.

      Liebe Grüße
      Federchen
      ~* Nichts ist schwerer und nichts erfordert mehr Charakter, als
      sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: "Nein!" *~
      Tucholsky

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    3. #3
      Joy
      Gast
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      Lea@ Den Beitrag habe ich schon woanders gelesen...

      Ich gebe Dir eine ähnliche Antwort drauf, wie ich es bereits getan habe: :yes4::wink3:
      Wenn ich ein Pferd mit Kappzaum longiere, brauche ich nicht unbedingt Hilfszügel - auch sind Hilfszügel kein muss. Wenn das Pferd keinerlei Probleme bei der Halsung hat - (Unterhalsmuskulatur) brauche ich keine Hilfszügel. Auch ist nicht jeder Hilfszügel gut! Wenn der Longenführer nicht auf den Schub der Hinterhand achtet - nutzt auch kein Hilfszügel sondern es kommt nur Gelatsche auf der Vorhand raus.

      Viel wichtiger ist es, das der Longenführer ein Auge für das Gangmaß, Takt, Tempo hat. Er schon weiß, wie er welches Pferd arbeiten muss. Auch Westernpferde gehen in Anlehnung! Das sollten alle Pferde machen, um gesund zu bleiben.
      Habe doch dieselbe Antwort genommen :wink3:

    4. #4
      Queen of the Flies
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      Avatar von crinblanc
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      Beitrags - Danke / Gefällt
      Auch wenns nicht mehr topaktuell ist- ich seh das ähnlich. Normalerweise brauch ich keine Hilfszügel, wenn ich gelernt hab, vernünftig mit dem Kappzaum umzugehen.
      In Ausnahmefällen entscheide ich (je nach Ursache), welcher Hilfszügel vorübergehend hilfreich sein könnte. Das war in den letzten Jahren 1mal der Fall.... in dem Fall war ein lang verschnalltes Chambon das "Mittel der Wahl".
      Ich sehe Hilfszügel eben auch als das, was der Name sagt: Eine vorübergehende Hilfe zur Selbsthaltung/Muskelaufbau/ was auch immer, je nach Problematik und Ziel.
      Meine Pferde können übrigens auch ohne Hilfszügel (ein Ausnahmefall sogar ganz ohne Longe, auf einer großen Weide, er läuft trotzdem einen "Longenkreis" und reagiert aufmerksam auf meine Körpersprache, geht in Dehnungshaltung, wölbt den Rücken auf, soweit es ihm von seinem nicht allzu vorteilhaften Körperbau her möglich ist möglich ist) einen wunderschönen Spannungsbogen aktiver HH und sauberem Trittsiegel zeigen.

      Meine Meinung: Hilfszügel sind absolut kein MUSS für vernünftige Arbeit, wenn das Pferd und der Longierende entsprechend ausgebildet sind. Sie sind bestenfalls ein "KANN", das überlegt und zielorientiert eingesetzt werden sollte. Keinesfalls nur, weil man es mal so gelernt hat....

      My 2 cents,

      crinblanc

      PS: Das "vom-Gebiß-abstoßen" ist ja auch eine Metapher, die sich trefflich diskutieren läßt....
      Geändert von crinblanc (16.02.2010 um 11:15 Uhr)

    5. #5
      Held des Tages.
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      Avatar von Elly
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      Beitrags - Danke / Gefällt
      Ach du je, die leidige Diskussion über die HZ & das Longieren...


      Ich als halber NHS-"Mann" "longiere" natürlich mit einem vernünftigen KH.
      Eigentlich finde ich longieren ist das falsche Wort. Ich möchte mein Pferd ja sowohl körperlich als auch mental fördern. Das heißt ich muss Abwechslung ins Spiel bringen, und das ist in keinem Fall mit HZ möglich.

      Früher habe ich auch mit Dreieckern longiert. Dann kam ich auf den Kappzaum, heute bin ich beim KH. Ob ich meine Meinung noch ändern werde... vielleicht. Wenn mir jemand passende Argumente bietet es nicht zu tun.



      Mein Pferd kann auch mit KH, oder frei v/a laufen und ganz entspannnt machen wir auch freie Stangenarbeit.
      HZ sind für mich keine Anlehnung, sie geben nicht nach.
      Nur ein Beispiel: Ich "longiere" auf dem Platz, mein Pferd ist ausgebunden. Von irgendwo kommt ein Geräusch, welches mein Pferd erschreckt.
      Wegen den Ausbindern kann mein Pferd seinen Kopf aber nicht in dessen Richtung bewegen und fühlt sich eingeengt. (gerade junge Pferde verlieren so doch viel zu schnell das Vertrauen in den Zügel!)
      Longiere ich aber mit Kappzaum oder KH, kann mein Pferd den Kopf auch mal hochnehmen und schauen was Sache ist. Das ist vollkommen okay.

      Naja meine Meinung.

      LG
      Geändert von Elly (25.02.2010 um 19:52 Uhr)

    6. #6
      Diplomatin - Arabinfizierte
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      Avatar von Silberfeder
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      Ich hatte neulich übrigens eine interessante Entdeckung bei meinem Pony gemacht.
      Unten seht Ihr den Unterschied zwischen einem ebenen Sandplatz im Juli 09, und unserer leicht abschüssigen Buchenheckweide vor 2,5 Wochen.

      Ich hatte immer das Problem, dass Pak beim longieren schnell herumguckte, egal ob ich mit Stangen oder Tempiwechseln oder in Kombi arbeitete.
      Auch hat er oft nach hinten zum Peitschenende geguckt. Habe ich dieses weiter entfernt gehalten, ging er kaum vorwärts.. näher heran zum treiben, Pony guckt und verkürzt die Schrittlänge.

      Jetzt neulich beim Longieren habe ich (aus was für Gründen auch immer) die Longe VOR das Pferd gebracht, bzw. auf Schulterhöhe.
      Prompt lief er super, minimales schunkeln der Longierpeitsche ließen ihn vermehrt vorwärts gehen.. und sich annähernd in annehmbare Haltung begeben.
      Die Richtung machts bei ihm also aus.
      Dabei habe ich das eher als Wendekommando bzw. zum Anhalten gelernt. Tja smiley_lach

      PS: Bitte ignoriert diese ungekonnte Longenhaltung auf Bild Nr. 2, das war das 1. Mal longieren mit Longe und für mich wieder ungewohnt. Außerdem hat Pony ständig rumgestiert und den Radius wellig gemacht, wegen den Fremdpferden die dort dann standen.
      Angehängte Grafiken
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