Hallo,
ich bräucht mal einen Rat, wie man eine 6 Monate alte kastrierte Katzendame mit
einem 3 Monate altem Kater am besten aneinander gewöhnt. Erschwerend kommt
aber hinzu, daß die beiden in 2 verschiedenen Wohnungen zu Hause sind (Erdgeschoß
und 1. Stock). Sie sollen aber so viel wie möglich zusammen sein und auch allein
beieinander sein können, wenn ihre beiden Frauchen mal länger nicht zu Hause sind
(sagen wir mal einen Tag).
Der kleine Rudi ist seit 5 Tagen in seinem neuen Zuhause.Die Mia hat ihn zuerst angefaucht
und angeknurrt. Dies tut sie zwar nicht mehr. Auch putzt sie ihn schon. Aber dann plötzlich
fällt sie ihn ganz grob an und scheucht ihn durch die Wohnung.
Ist dieses Putzen nicht ein Zeichen dafür, daß sie gar nicht so böse auf ihn ist, wie es scheint?
Hat da jemand schon Erfahrungen?
Es sind die Miezen meiner Nichten. Ich selbst habe 2 Kater (4 und 5 Jahre), die sich schon am
4. Tag akzeptiert haben, der Große hat sich des Kleinen angenommen und ihn regelmäßig
gewaschen und auch bei Bedarf dabei festgehalten, bis die beiden dann eine wilde Rauferei begannen
und durch die Wohnung tobten: einmal der Große "auf der Flucht" und oft dann umgekehrt.
Die beiden verstehen sich super.
Kann dies bei Mia und Rudi auch so werden?
lg
Schurlie
Ja, auf jedenfall. Wenn beide nicht zur eher seltenen Art der Einzelgänger gehören, dann wird das.
Bedenke: Die ältere Miez hat jetzt einen Eindringling. Der ist aber noch ein Baby - bei Mia wirds dann wahrscheinlich ein bisschen beschützend instinktiv sein, ihn zu putzen, und dann widerrum kommt das typische "Mein Revier!"-Verhalten durch.
Wir haben zugegebenermaßen nie Katzen "aneinander gewöhnt". Immer Cannel auf und raus.
Anfangs wurde zögerlich geschnuppert oder versteckt, ein paar Tage später gerauft und dann war gut.
Eine Katze hat sogar mit 2 Jahren einen 8 Wochen alten Babykater gesäugt, obwohl Sie kastriert war und auch keinen Nachwuchs hat. Aber gleichzeitig auch zwangsgeputzt und vermöbelt.
~* Nichts ist schwerer und nichts erfordert mehr Charakter, als
sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: "Nein!" *~
Tucholsky
www.trensenwunder.de
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