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    Zuchtstandarts?

              
       
    1. #1
      Diplomatin - Arabinfizierte
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      Avatar von Silberfeder
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      Standard Zuchtstandarts?

      Hey Ihr!

      Durch den Artikel der PETA über die Rassehundeausstellung in Dortmund kam ich auf eine der als Tierquälerisch bezeichneten Züchter für Rassehunde.
      Es handelt sich um diese bei der PETA ausgeschriebenen Züchter:
      Klick mich!

      Irgendwie wurde mir schlecht, als ich die Hunde sah.
      Kenne ich doch den deutschen (Schweizer, weiß, wie auch immer) Schäferhund eher so:
      Noch ein Klick!

      Das allgemein große Hunderassen oft Probleme mit HD haben, weiß ich. Aber diese komischen Hinterläufe müssen ja zwangsläufig zu HD führen?

      Ist das wirklich der heutige Zuchtstandart von Schäferhunden?
      Hat es noch andere negative Folgen, außer HD? Bewegungseinschränkungen, Verknöcherungen?

      Liebe Grüße
      Eure Feder
      ~* Nichts ist schwerer und nichts erfordert mehr Charakter, als
      sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: "Nein!" *~
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    2. #2
      Susanne
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      Standard

      Sicher hat es noch mehr negative Folgen.
      Die Hunden leiden und das extrem.
      Das Futter muss umgestellt werden und die Hunde müssen zur Ruhe gezwungen werden.
      Ich bezweifle das das der Standard sein soll.

    3. #3
      Diplomatin - Arabinfizierte
      Themenstarter
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      Avatar von Silberfeder
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      Standard

      Ja aber wenn man sich auf diversen Züchter-HPs umschaut, sieht man genau DAS Bild des Schäferhundes. Stark abfallender Rücken..
      ~* Nichts ist schwerer und nichts erfordert mehr Charakter, als
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    4. #4
      Queen of the Flies
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      Avatar von crinblanc
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      Standard

      Hat es noch andere negative Folgen, außer HD? Bewegungseinschränkungen, Verknöcherungen?
      Um das sagen zu können, müßte man die Hunde mal "nicht-showy" aufgestellt sehen.... wenn ich z.B. an Arabershows denke (und die da erwünschte Präsentation) würde ich spontan auch auf Harnverhaltung tippen ;).

      Schön ist für mich jedenfalls was anderes- in beiden Fällen.
      Some people say I'm bananas,
      I'm sure I don't know what they mean.
      My goldfish are really pirhanas.
      Things aren't quite what they seem...

    5. #5
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      Avatar von DerDobermann ©
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      Man unterscheidet ja die Show, und Arbeitslinie. In der Arbeitslinie wird ein gerader Rücken angestrebt, da nicht auf Optik geschaut wird, sondern Gesundheit und einsetzbarkeit.

      In der Show-linie, tja, wird sehr viel auf Optik gelegt. Vermeintliche Champions, haben eine Krankheitsgeschichte hinter sich, die aber entweder nicht ernst genommen wird vom Richter, oder vertuscht.
      Ein Skandal.

      Nicht nur beim Schäferhund.

      Schaut euch das bitte an:
      Qualzuchten bei Rassehunden Video Dokumentation in deutsch | Schnauzerfoto.de

      (die Videos unten!)
      Degus?
      Diese kleinen wuseligen, nervigen, pelzigen, laut machenden Energiebündel?
      ...
      ja...sowas habe ich..... .

    6. #6
      Diplomatin - Arabinfizierte
      Themenstarter
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      Avatar von Silberfeder
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      Naja Crin, auch die nicht aufgestellten überzüchteten sehen so aus.
      Und JA, ich weiß, gerade aufgestellte Araber sehen aus wie ausgeko***. Das ich den Übergang Rücken -> Hintern ohne Wölbung als Schönheitsideal idiotisch finde, kann man sich denken ;)

      Die Videos.. grausig :(
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      Tucholsky

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    7. #7
      Elchbine
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      Standard

      Nachdem das Thema Qualzuchten nun wieder durch die Medien ging und der VDH wohl noch immer keinen Handlungsbedarf sieht, muss man als Nicht-Züchter vermutlich annehmen, dass die Kurzlebigkeit erwünscht ist, damit der Hundehalter nicht mehr alle 10 - 15 Jahre einen Welpen kauft, sondern bereits alle sieben Jahre ... und die Tierärzte wollen auch verdienen. Dr böse Gedanke liegt da nah, dass der eine beim anderen Aktien hat.

      Ich möchte die Hundezüchter da auch gar nicht angreifen, aber ich fühle mich immer an den Spruch erinnert: Stell Dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin.

      Was ich damit aussagen möchte ist, dass wenn die Züchter sich den gesundheitsschädigenden Rassestandarts nicht unterwerfen würden, der VDH wohl zur Handlung gezwungen wäre.

      Nun weiß ich aus eigener Erfahrung, dass man als Einzelner auf verlorenem Posten kämpft und wer mit Zucht Geld verdienen will, der tut gut daran, sich an die Regeln zu halten und nicht zu meckern.

      Allerdings schaute ich vor kurzem in einen Bericht hinein, in dem gerade ein Züchter von englischen Bulldoggen zur Problematik der Korkenzieherrute befragt wurde und antwortete, dass man da eben eine Packung Feuchttücher mitnehmen muss, wenn man Gassi geht und dann dem Hund nach dem großen Geschäft den Po abwischt. Mein Gedanke dazu ist nicht allzu schwer zu erraten, denn wer Hunde züchtet, die nicht einmal mehr ihren Kot absetzen können, ohne sich zu bekleckern, der wird am Standart festhalten, egal was er verlangt.

      Nun haben wir auch drei Rassehunde und meine Intention, die hinter der Wahl stand, die wir für bestimmte Rassen trafen, war natürlich auch, dass ich weiß, was ich optisch und charakterlich ungefähr erwarten darf. Insofern steht es mir eigentlich nicht zu, über die Standarts in der Zucht zu wettern, nachdem ich selbst davon profitierte, weil ich den Hund suchte, der zu mir passt und er dafür bestimmte Vorgaben erfüllen musste.

      Vielleicht muss ich das insofern verdeutlichen, als dass ich erkläre, dass ich vor 30 Jahren den ersten Schäferhund hatte und vor 40 Jahren meine Tante begann, Leonberger zu züchten. Nachdem der Schäferhund mit sieben Jahren über die Regenbogenbrücke gehen musste (schwerste HD), wollte ich keinen Rassehund mehr, sondern suchte und fand einen Mischling. Leider sieht man einem Welpen noch nicht an, was daraus mal wird und auch wenn die Besitzer der Hündin mir versicherten, dass ihre Hundedame eine Schäferhund-Setterin sei und der Vater der Welpen ein Berner Sennenhund, entwickelte sich mein Welpe zu einer perfekten Imitation eines Pitbulls - nicht nur optisch, sondern auch charakterlich.

      Ich behaupte, dass Schäferhunde, insbesondere Langhaarschäferhunde - die ja nicht zu den VDH-anerkannten Rassen gehören - leichtführig sind und sich durchaus auch als Anfängerhunde eignen. Mit unserem Schäferhund lebte ich so auch in friedlicher Eintracht, obwohl meine Eltern immer Pudel hielten und mir so die Erfahrung mit größeren Hunden fehlte. Der Mischling brachte mich aber an den Rand eines Nervenzusammenbruchs, denn er interessierte sich schlicht nicht für das, was ich von ihm erwartete, sondern machte, was ihm einfiel und das fing da an, wo er bei jeder Gelegenheit von der Fahne ging und hörte da nicht auf, wo er sich auf jeden Rüden stürzte, um sich zu profilieren. Den Reitbegleithund, den ich mir von ihm erhoffte zu bekommen, hatte ich mit ihm nie.

      Der nächste Hund sollte darum also wieder unbedingt ein Schäferhund werden und inzwischen lebt mit Anka der dritte Langhaarschäferhund mit uns zusammen und keiner von ihnen hat mich ja enttäuscht.

      Im Hrzen wünschte ich mir aber, seit ich bei meiner Tante den ersten Leonberger sah, so einen Hund. Aber ich war mir eben auch bewusst, dass Leonberger ignorant sind und nicht zu den leichtführigen Rassen zählen. Man muss zu ihrer Gelassenheit hinreifen.

      Inzwischen teilen neben der erwähnten Langhaarschäferhundin, zwei Leos unser Leben und ihre rassetypischen Charaktereigenschaften liebe ich genau so wie sie sind, weil sie eben zu diesem Hund gehören und ich nichts anderes erwartete.

      Rassestandarts also so zu definieren, dass ein Welpenkäufer in etwa weiß, was ihn erwartet (wobei natürlich trotzdem jeder Hund ein Individuum bleibt und es auch Labradore gibt, die den Inhalt ihrer Futterschüssel nicht einatmen oder Langhaardackel, die keinen Jaggdinstinkt besitzen oder Schäferhunde ohne Antrieb zum Schutzdienst) finde ich nicht verkehrt. Aber festzulegen, wann ein Hund vollkommen ist und wann man ihn als fehlerhaft bezeichnen muss, empfinde ich als genau diese Arroganz des Menschen, mit dem er, der meist selbst nicht das Sinnbild der Perfektion ist, sich erdreistet zu bewerten, wann ein Hund wertvoll ist.

      Nun kann ich mich ja aber auch an meinen Hunden freuen, ohne mir ein Richterurteil über sie bei einer Hundeschau abholen zu müssen, aber ob ich mit meinem Hund züchten darf oder nicht, bestimmen eben genau solche Menschen, die meinen Hund nicht nach den Kriterien beurteilen, nach denen ich ihn aussuchte, sondern bemängeln würden, dass er die Rute zu hoch trägt.

      Ich persönlich kann mit so einer Rute ganz wunderbar leben, wenn der Hund damit mindestens 12 Jahre alt wird, aber für mich wäre es schrecklich, wenn mein Hund nur das theorethische Alter eines Leonbergers (7 Jahre) erreichen würde, aber dafür sieben Jahre lang den Richtern gefallen hätte.

      Das Interessante aber ist, dass ich - egal wen ich frage - immer wieder von Hundehaltern, die sich für Rassehunde entschieden, genau das Gleiche höre - sie nehmen Exterieurmängel gerne in Kauf, wenn der Hund damit gesund bleiben kann und würden, wenn es darum ginge zu entscheiden, ob sie lieber den in den Augen der Richter perfekten, aber kranken Hund haben könnten oder den unperfekten, aber gesunden Hund, immer den gesunden Hund wählen würden.

      Für wen also züchten die Züchter und für wen stellt der VDH die Standarts auf? Für die wenigen Leute, die ihren Hund als Statusobjekt halten und sich die Zeit damit vertreiben, die Pokale im Regal zu polieren, damit sie auch nicht übersehen werden?

      Wie ich schon schrieb: mit meinem unvergessenen Joe, dem Langhaarschäferhund mit der Löwenmähne und dem Hasenherz, wusste ich 13 Jahre lang den besten Freund an meiner Seite, den sich ein Mensch wünschen kann. Ich erinnere mich an keinen Tag, an dem ich mich über ihn geärgert hätte und noch heute bin ich überzeugt: dieser Hund sah seine Aufgabe nur darin, mich glücklich zu machen und mir alle Wünsche zu erfüllen. Mir war es, als ich ihn damals als Welpe abholte, besonders wichtig gewesen, dass er dem Wesen des Langhaarschäferhundes entsprechen würde, wie es vom Langhaarschäferhundverband definiert wird und ich wollte einen Hund mit geradem Rücken,bei dem beide Eltern HD-A waren, aber über die hägenden Lefzen und die Größe, die vom Standart abwich, beschwerte sich nur ein Zuchtrichter ... danach sind wir auch zu keiner Schau mehr gefahren;-)

      Würde sich also für den Menschen der Wert eines Hundes nicht in seiner Nähe zur Perfektion messen und hätten Menschen nicht so ein fürchterliches Bedürfnis nach "Schönheit" (was "schön" ist definiert in dem Fall wieder der VDH) um jeden Preis, dann gäbe es keine Qualzuchten und auch keine Schäferhunde, die mit sieben Jahren von den Schmerzen, die ihnen die zunehmende HD bereitet, erlöst werden müssten.

      Liebe Grüsse
      Sabine

    8. #8
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      Standard

      Solange die Nachfrage für diese Tiere da ist wird wohl auch niemand aufhören so zu züchten! =(
      Der Rücken des Schäferhundes wurde für das Schönheitsideal so gezüchtet. Was daran schön sein soll, ich weiß es nicht! Schön ist bei mir anders. Zumal es für die Tiere eine Qual ist und dafür ist wieder mal der Mensch verantwortlich. Aber das sieht man ja nicht nur bei dem Schäferhund. Leider sind es viel mehr Rassen die von ähnlichem betroffen sind.

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