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    1. #1
      Defens Fan
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      Avatar von red wings
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      Trophäen

      sollten zuechter erziehen ?

      hi,

      wir haben unseren kleine ridgeback erst mit drei monaten vom zuechter bekommen,leider ist er etwas unerzogen...

      sollte ein zuechter erziehen? und bis zu welchen grade?...

      die erziehung bei dem racker ist nicht immer einfach und kostet viele nerven, aber das ist wohl normal...

      danke

      red wings

    2. #2
      Tina,Sayah&Co
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      Ich hab da eine etwas zweigeteilte Meinung.

      Sicher ist es schön wenn der Welpe schon das ein oder andere Kommando, die ein oder andere Regel ansatzweise kennt wenn man ihn übernimmt.
      Oder weiß das er gemeint ist wenn man ihn mit Namen ruft.

      Viel mehr als die ersten kleinen Schritte in diese Richtung zu vermitteln kann man aber, meiner Meinung nach, vom Züchter nicht erwarten.
      Denn der muss das mit 6/10/14 Welpen gleichzeitig üben.
      Und das stelle ich mir schon schwer vor.
      Zumal ja auch jeder zukünftige Welpenbesitzer seine Wertigkeiten anders legt.

      Als wir Sayah mit 8,5 Wochen bekamen waren wir darauf eingestellt bei Null anzufangen.
      Und haben uns sehr darüber gefreut das sie das Kommando sitz schon kannte und konnte und auch wusste das mit Sayah sie gemeint ist.
      Wir haben natürlich von den Bemühungen unseres Züchters um seine Welpen profitiert, erwartet hatten wir es aber nicht.

      Wenn der Welpe länger beim Züchter verbleibt kann man vermutlich davon ausgehen das die meisten Geschwister schon abgeholt wurde und das der Züchter die Möglichkeit hat sich mit dem/n verbliebenen etwas intensiver zu beschäftigen.
      Und in der Zeit dann vielleicht den ein oder anderen Grundstein legen kann/ sollte.
      Am besten in Absprache mit den künftigen Welpeneltern.
      Natürlich setzt das klare Kommunikation miteinander und ein gewisses Maß an Engagement vom Züchter voraus.


      Und ob er das zeigt oder einfach alles laufen lässt müsste man vielleicht erfragen bevor man sich für einen Welpen aus dem Wurf entscheidet.
      Und evt Abstand davon nehmen wenn die Erwartungen der Käufer und die Prioritäten die der Züchter setzt einfach nicht zusammen passen.

      Hattet ihr denn vorher über das Thema gesprochen, eine ungefähre Linie festgelegt und einen gemeinsamen Nenner gefunden?

      LG
      Tina

    3. #3
      Defens Fan
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      Avatar von red wings
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      Trophäen
      hallo tina,

      nein...ueber dieses thema hatten wir vorher noch nicht gesprochen...

      ich moechte auch nur ueber die erziehung vom zuechter nach den ersten acht

      wochen sprechen,wenn der hund erst spaeter zum neuen besitzer gebracht

      werden kann (z.b. fliegen)

      das geht ja erst mit 12 wochen, das die hunde fliegen duerfen...impfungen und

      bestimmungen etc. ...

      genau diesen zeitraum von 4 wochen spreche ich an...

      und dann rede ich auch nicht von erziehung in komandos beibringen...

      nur halt nicht ganz verkommen lassen...das ist alles...

      was meinst du ?


      red wings

    4. #4
      Tina,Sayah&Co
      Gast
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      Ich fände es auch schade wenn 4 wichtige Wochen einfach verloren gehen, ja.
      Und würde mir in einem solchen Fall auch wünschen das schon ein klein wenig Linie reingebracht wird.

      Aber obs nun das Verpassen der klaren Absprache war, unterschiedliche Ansichten von euch und eurer Züchterin oder was auch immer, es hilft euch ja nix mehr.

      Also geht nur das beste daraus machen und mit dem arbeiten was man bekommen hat.

      Falls ihr noch guten Kontakt zur Zuchtstätte habt könnt ihr das Thema ja mal ansprechen.
      Vielleicht als Anregung beim nächsten Wurf ein bißchen anders mit den Welpis umzugehen.

      LG
      Tina

    5. #5
      Joy
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      Die Erziehung die wir einem Hund angedeihen lassen um ihn für uns "tauglich" zu machen, liegt in unserer Hand.
      Was beim Züchter wichtig ist: Ist nicht, ob er schon Sitz kann sondern, ist der Hund gut sozialisiert mit anderen Hunden, mit Menschen. Hat er viel gesehen und erlebt! Das ist wichtig, das ist der erste Grundstein. Alles weitere muss ich als Halter übernehmen.

    6. #6
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      Avatar von Erongo
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      Joy.
      ich muss Dir in gewisser weise recht geben.

      Doch wenn ich noch einen Welpen habe, der erst mit 3 Monaten zum neuen Besitzer kommt, sind erste Schritte in richtung Erziehung getan. Ob er nun perfekt "Sitz" und "Platz" macht sei mal dahingestellt.
      Alle meine Züchterkollegen, die länger als 9 Wochen, einen Welpen aus einem Wurf noch haben fangen mit der Erziehung an. Bis dato aber selten vorgekommen, da wir uns von der Wurfplanung an bemühen passende Eltern zu finden.

      LG Karen

    7. #7
      Joy
      Gast
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      O.k. dann muss etwas mehr gemacht werden. Ich denke aber, dass die meisten Welpen mit 10 Wochen abgegeben werden.

    8. #8
      CAT4DOGS
      Gast
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      Jubel.... danke für diese Frage!

      Hoffe man nimmt es mir nicht übel, das ich diesen Artikel einfach kopiere (habe keine Muße alles nochmal zu formulieren und den Beitrag gerade aktuell für unseren Dortmunder Appell fr eine Wende in der Hundezucht - fr das Wohl und die Gesundheit unserer Hunde "Report" verfasst):

      Verantwortungsvolle Vermittlung!

      Die Verantwortung des Hundezüchters fängt bei der Wurfplanung an und endet erst nach der erfolgreichen Vermittlung der gesunden Welpen. Doch wie definiert man „erfolgreich“, wenn es um ein Lebewesen geht? Im Normalfall ist es für einen Hundezüchter ein Erfolg, den Welpen gewinnbringend zu verkaufen, wenn man es mal nüchtern betrachtet.

      Seriöse Züchter hängen ihr Herz an die Kleinen und bemühen sich, nach bestem Wissen und Gewissen, den geeigneten Käufer zu finden. Sie legen Wert darauf, das der Welpe es ein Leben lang gut hat. Allerdings ist das wieder eine Frage der Definition! Was bedeutet das und will ein Welpe es überhaupt „gut haben“...? Wer bestimmt über das Schicksal des Tieres und vor allem, kennt der neue Halter die Bedürfnisse eines Welpen?

      Selbst die Züchter, die ihre Aufgabe ernst nehmen und bestmögliches tun, sind diesen Aufgaben nicht immer gewachsen und vermitteln ihre Hunde in die falschen Hände. Warum auch immer, sei es das man sie getäuscht hat und/oder der erste Eindruck eine Fehleinschätzung war etc. Es gibt diverse Möglichkeiten und im Leben kommt es oft anders, als man denkt. Hier ist es keine Schande sich kompetente Hilfe zu holen, die sowohl den Züchter, als auch den Welpenkäufer betreut und ein Stück begleitet, um genau dem vorzubeugen.

      Aus meinem Berufsalltag heraus (ich bin Hundeverhaltenstherapeutin) kann ich immer wieder erkennen, welche verhängnisvollen Fehler während der ersten Wochen, sowohl in der Aufzucht als auch beim Hundehalter zuhause, gemacht werden.

      Ein Welpe lernt in den ersten Wochen und Monaten intensiver und schneller, als in allen anderen Phase seines Lebens. Die Eindrücke und Erlebnisse aus dieser sogenannten Prägephase, die vergleichbar ist mit den ersten fünf Jahren eines Kindes, sind im Gedächtnis so tief verankert das alles, was ein Welpe in diesen Tagen nicht kennen gelernt hat, ihm später Angst machen wird.

      Gute, wie auch schlechte Erfahrungen werden im Unterbewusstsein tief verankert abgespeichert und ganz besonders in Stress Situationen, reagiert das Tier instinktiv, anhand dieser gemachten Erfahrungen der ersten Lebenswochen. Sicher kann man das ein oder andere geprägte Verhalten wieder in den Griff bekommen, vollständig vergessen wird der Hund diese Erlebnisse jedoch niemals wieder.

      Deshalb ist es besonders wichtig mit jedem der Welpen, all die Situationen des menschlichen Alltags zu durchlaufen, die er in seinem Leben später meistern soll. Hunde brauchen den sozialen Halt und die Sicherheit einer Gemeinschaft, ob als Rudel oder in einer Familie lebend!

      Es ist an uns Menschen ihm die nötige Sicherheit zu gewährleisten und ihm zu zeigen, wie er sich in kritischen Momenten verhalten sollte. Fazit, der Welpe muss auf den Menschen sozialisiert werden und auf dessen Umfeld, denn dort soll er schließlich auch leben.

      Je mehr wir Menschen uns dies bewusst machen, desto besser können wir auf den Hund einwirken, ihn geradezu lenken lernen. Lassen wir die Sprache einmal weg und kommunizieren mit dem Hund über Sichtzeichen und den Blickkontakt, erkennt man schnell anhand der Reaktion, wie deutlich ein Hund uns dann versteht.

      Hunde verständigen sich innerartlich primär über den Augenkontakt und die Körpersprache. Das versuchen die Tiere beim Menschen genauso, allerdings bemerkt kaum ein Hundehalter dies überhaupt, schaut man sich auf der Straße mal richtig um. Achten Sie mal darauf....!

      Der Blick zum Menschen gleicht einer Frage und muss auch so gewertet werden, denn auf eine Aktion NICHT zu reagieren, bedeutet soviel wie „Mach doch...!“... es ist also erlaubt!

      Je diffiziler wir über die Gesichtsmimik und den Augenkontakt mit dem Hund kommunizieren, desto klarer verstehen die Hunde den Menschen. Dies nennt man die „mentale Leine“ und darüber kann die Bindung zum Menschen im frühsten Welpenalter gefestigt werden.

      Darum empfehle ich Hundezüchtern den Blickkontakt möglichst früh zu üben und auch dem zukünftigen Besitzer mit auf den Weg zu geben. Entweder betreut man die Welpen in dieser Zeit selber, oder man nimmt kompetente Hilfe dafür in Anspruch und begleitet jeden Hund über den Hundetrainer seines Vertrauens. Das kann bei der ersten gemeinsamen Autofahrt anfangen, bis hin zur Stubenreinheit, der ersten Hunderunde und/oder der ersten Fremdhundebegegnung in der Nachbarschaft gehen. Solange eben, bis der neue Hundehalter sich dem Tierchen gewachsen fühlt und keine Anleitung mehr braucht.

      Ich bin absolut sicher, das man auf diese Weise so manchem Problemfall und vielen Fehlvermittlungen vorbeugen könnte! Darum unterstütze ich die Idee eine kontrollierende und unabhängige Instanz in der Hundezucht anzubieten.

      Text: Cathrin Laurenz (CAT4DOGS Hundeerziehung NRW)

    9. #9
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      Avatar von Erongo
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      nur nebenbei erwähnt. unsre Welpen werden mit 9 Wochen, nach der Abnahme durch den Zuchtwart, abgegen. hat natürlich nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun.
      lg karen

    10. #10
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      Ja, da möchte ich doch als ehemalige Züchterin auch gerne meinen Senf dazugeben y_emoticons_ni

      Also, wie schon erwähnt, hat die gute Sozialisierung der Welpen oberste Priorität beim Züchter! Denn die ersten Wochen sind prägend für das ganze Hundeleben.

      Die Grundkommandos wie "Sitz", "Platz", Gewöhnung an Halsband, Leine etc. kann man auch älteren Hunden gut beibringen. Aber selbstverständlich geschieht das viel einfacher und schneller je früher der Hund das lernt.

      Ich habe normalerweise meine Welpen im Alter von acht Wochen abgegeben. Was hatten die Welpen bis dahin schon gelernt? Abgesehen davon, dass ich sie bei uns in Küche/Esszimmer/Terasse großgezogen habe, und sie somit viel Menschenkontakt hatten, waren sie auch schon ein paar mal mit in der Welpenspielstunde und machten täglich einen Mini-Spaziergang mit mir.

      Sie kannten also Autofahrten, Halsband, Leine und die Kommandos "hier", "sitz" und "platz". Viel Arbeit, ja denn gerade die Vermittlung der Kommandos kann man nur dann verwirklichen, wenn man sich jeden Tag für jeden Welpen ein paar Minuten extra Zeit nimmt. Aber mehr als zwei, drei Minuten sind dafür nicht nötig. Bei 10 Welpen wäre das ca. eine halbe Stunde - wie ich meine, durchaus eine Zeitspanne die man auch vielbeschäftigten Züchtern abverlangen kann.

      Ich habe das aber nicht deshalb gemacht weil ich den Hundekäufern Arbeit abnehmen wollte.
      Nein, ein ganz anderer Grund hat mich dazu motiviert: wenn der Welpen schon etwas kann und weiß was von ihm verlangt wird, kann der zukünftige Besitzer auch Fehler machen und die werden nicht weiter ins Gewicht fallen.

      Da ich ja auch als Hundetrainerin gearbeitet habe, weiß ich nur allzu gut, dass viele Menschen das gar nicht schaffen, dem Hund gerade am Anfang (weil es vielleicht noch dazu überhaupt der erste Hund ist) alles "richtig" zu machen.
      Gerade der Anfänger schafft es nicht, an alles zu denken (Körpersprache, rechtzeitige Belohnung, Abrufen nur dann wenn der Hund gerade nicht abgelenkt ist, etc.). So viele Sachen gibt es hier zu wissen und zu bedenken - und nicht jeder hat den "Hunde-Daumen", wie ich es gerne ausdrücke.

      Wie gesagt, es ist sicherlich hilfreich, wenn der Welpe schon ein bißchen was kann. Dem zukünftigen Besitzer bleiben (jedoch) noch genügend Dinge, die er dem Hund beibringen darf/kann/muss. Und es soll ja auch Hundekäufer geben, die meinen, dass nach einer kurzen Eingewöhnung von ein paar Tagen, der Hund sich "brav" verhält. Dass dies jedoch ein unerfüllter Wunschtraum bleiben wird, sollte der Züchter dem Käufer hoffentlich schon lange vor der Mitnahme des Welpen vermittelt haben!

      Liebe Grüße
      Sabine
      Geändert von Sabine (11.12.2009 um 10:38 Uhr) Grund: Rechtschreibfehler

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