Die richtigen Köperwerte eines Hundes
Körpertemperatur: 38-39°C ist normal.
Pulsfrequenz (Herzschlag) bei kleinen Hunden und Welpen: Ca. 80-120 Schläge pro Minute.
Pulsfrequenz (Herzschlag) bei großen Hunden: Ca. 80-140 Schläge pro Minute
Atemfrequenz bei kleinen Hunden und Welpen: Ca. 30-50 Atemzuge pro Minute
Atemfrequenz bei großen Hunden: Ca. 20-30 Atemzuge pro Minute
Wenn Ihr Hund unlustig ist, nicht fressen will und sich anders verhält als normalerweise, können das die Anzeichen für eine Krankheit sein. Als Erstes sollten Sie ihren Hund im After die Temperatur messen. Bitte fetten Sie die Thermometerspitze ein. Die normale Temperatur liegt zwischen 38.0°C bis 38.6°C. Sollte die Temperatur darüber liegen oder Sie andere Krankheitszeichen erkennen, notieren Sie diese und informieren und kontaktieren Sie Ihren Tierarzt umgehend .
Achten Sie darauf wie der Kot aussieht, schauen Sie ob sich die Gangart verändert hat und ob der Urin normal aussieht.
Bitte versuchen Sie nicht, Ihren Hund mit Hausmittelchen oder Medikamenten aus der Humanmedizin selbst zu kurieren, sofern dies nicht ausdrücklich vom Tierarzt angeraten wurde oder Sie das Wissen darüber verfügen. Was für den Menschen heilend wirkt, kann für den Hund tödlich sein.
Haben Sie einen älteren Hund? Ältere Hunde sind im Allgemeinen anfälliger. Lassen Sie jährlich den Urin untersuchen, so können Krankheiten früher erkannt werden. ScheintIihr Hund plötzlich still und träge zu sein, so schieben Sie das nicht auf das Alter. Hunde äußern Dauerschmerz oft durch Stillschweigen aus.
Im jungen Welpenalter sollten die Schutzimpfungen gegen ansteckende Hundekrankheiten (Tollwut, Zwingerhusten, Staupe, Hepatitis, Leptospirose, Parvo usw.) durchgeführt werden. Bitte achten Sie darauf, dass Ihr Welpe zum Zeitpunkt des Impfens vollkommen gesund ist. Und vor allem frei von Würmern und Ungeziefer.
Gesundheitszustand Ihres Hundes
Im folgenden Abschnitt sind ein paar Anhaltspunkte aufgelistet, an den Sie einschätzen können, ob Ihr Hund gesund ist. Das große Tierforum behält sich Irrtümer vor; die folgenden Abschnitten ersetzen keinen Tierarztbesuch, sondern sollen lediglich aufklären.
Das Fell glänzt bei einem gesunden Hund immer, egal ob die Rasse über Langhaarfell, Kurzhaarfell, Unterfell oder kein Unterfell verfügt. Die Haut unter dem Fell fühlt sich weich und geschmeidig an. Wenn sich die Haut beim Zusammendrücken einer Hautfalte sofort wieder glättet, ist auch der Flüssigkeitshaushalt des Hundes in Ordnung.
Der Hund sollte Appetit zeigen - allerdings gibt es da Unterschiede (vom Schlinger bis zum Sortierer) - doch jeder Halter kennt das Fressverhalten seines Hundes und bemerkt, wenn es von der Norm abweicht. Wenn Ihr Hund auf einmal geringeres Interesse an seinem Futter zeigt, könnte das ein Anzeichen für eine Erkrankung sein, besonders, wenn es sich um eine Magen-Darm-Verstimmung oder Fieber handelt. Sollte ihr Hund komplett das Futter verweigern, fahren Sie bitte umgehend zu Ihrem Tierarzt.
Die Augen sollten klar und ohne Tränenausfluss sein. Auch eine starke Rötung deutet auf eine Erkrankung hin.
Das Gewicht ist von Hunderasse zu Hunderasse unterschiedlich. Doch sollte es so sein, dass eine Taille vorhanden ist und dass die Rippen gut zu fühlen sind. Bei manchen kurzhaarigen Rassen (z. B. Greyhounds) dürfen die Rippen zu sehen sein. Wirkt der Hund insgesamt zu knochig oder schwammig, muss an der Figur gearbeitet und die Fütterung überdacht werden. Allerdings sollten Krankheiten immer ausgeschlossen werden können.
Der Kot sollte von fester Konsistenz sein, leicht glänzend. Die Farbe kann sich von hell- und dunkelbraun oder sogar bis rot ändern. Es kommt immer darauf an, mit welchem Futter Sie Ihren Hund füttern. Nicht normal ist es, wenn der Kot eine tiefschwarze Farbe hat, das kann ein Anzeichen für Blutungen im Magen-Darm-Trakt sein. Wenn der Stuhl ab und an einmal weicher ist, ist das ganz normal und kein Zeichen zur Beunruhigung. Sollte dies jedoch länger anhalten und sogar in Durchfall übergehen, begeben Sie sich bitte zum Tierarzt. Ebenfalls sollten Sie zum Arzt gehen, wenn Ihr Hund sich zu sehr anstrengen muss beim Koten.Das kann ein Zeichen einer Verstopfung sein.
Die Nase Ihres Hundes sollte feucht und kalt sein. Es ist normal, dass sie im Schlaf oder bei großer Hitze ein wenig antrocknet.
Die regelmäßige Kontrolle der Ohren und eventuelle Reinigung ist sehr wichtig. Ein gesundes Ohr ist frei von Ohrschmalz und hat einen leichten Glanz. Strömt aus den Ohren ein unangenehmen Geruch oder/ und sondert eine braune oder schwarze, zähe Flüssigkeit ab, kratzt sich der Hund wiederholt die Ohren oder schüttelt diese ständig, so kontaktieren Sie Ihren Tierarzt. Diese Anzeichen können ein Hinweis auf eine Entzündung, Parasitzenbefall, Fremdkörper oder Allergie sein.
Das Verhalten
Wenn Ihr Hund gesund ist, sehen Sie ihm die Lebensfreude regelrecht an. Das Fell glänzt, die Rute wedelt aufgeregt von links nach rechts, seine Augen glänzen und er trägt seinen Kopf hoch.
Die Zähne und das Zahnfleisch
Bei einem gesunden Hund glänzt das Zahnfleisch und ist fest mit den Zähnen verbunden. Hunde mit hellem Fell haben rosa Zahnfleisch, dunklere Hunde haben meist dunkle Flecken im Zahnfleisch. Die Zähne sollten weiß und glänzend sein und vor allem keine Ablagerungen an den Rändern haben. Der Atem eines Hundes besitzt zwar einen für den Menschen eher unangenehmen Geruch, man sollte es jedoch problemlos erkennen, falls es sich um Mundgeruch handelt. Er riecht beißend. Es ist ratsam, Ihren Tierarzt im Falle von Mundgeruch aufzusuchen, damit eineinnere Erkrankung oder Zahnprobleme ausgeschlossen werden können. In vielen Fällen ist das Hundefutter der Verursacher.
Die Zehen
Dass die Krallen zu lang sind, erkennen Sie daran, dass man ein deutliches Klackern auf dem Boden hört, wenn der Hund auftritt. Zu lange Krallen können schmerzhaft sein und auch Fehlstellungen verursachen.
Stellen Sie Ihren Hund auf einen ebenen Boden. Wenn die Krallen den Boden berühren, ist es an der Zeit, Ihrem Vierbeiner die Krallen zu schneiden. Sie können die Krallen durchaus selbst schneiden; wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie alles richtig machen, lassen Sie es sich von einem Tierarzt zeigen oder lassen Sie die Schneidung von ihm durchführen.
Impfungen
Das Wichtigste, worauf Sie bei der Grundimpfung achten müssen, ist das Mindestalter - es muss zwingend eingehalten werden. Der Hund muss zudem frei von Krankheiten sein. Der Tierarzt untersucht vor der Impfung das Herz, Kreislauf etc. Das Immunsystem muss stark genug sein, um Antikörper bilden zu können. Bitte entwurmen Sie mind. 14 Tage vor der Impfung Ihren Hund. Eventuell eine Anti-Floh Behandlung vor der Wurmbehandlung notwendig.
Alle Hunde, die zum ersten Mal geimpft werden, bekommen einen Impfpass. In vielen Fällen wird gleich ein EU-Impfpass erstellt.
In dem Impfpass werden folgende Dinge eingetragen:
• die Adresse des Hundehalters
• die Beschreibung des Hundes
• das Datum der Impfung
• der verwendete Impfstoff sowie die Chargenbezeichnung
• eventuell Gesundheitsbescheinigungen vom Amtstierarzt
Bitte bewahren Sie ihren Impfpass sorgfältig auf und bringen Sie ihn bei jedem Tierarztbesuch mit. Nach der Tollwutimpfung werden oftmals Impfplaketten ausgestellt, diese werden am Halsband Ihres Hundes befestigt. Bitte beachten Sie, dass die Tollwutplakette lediglich eine Information darstellt und kein Ersatz für den Impfpass ist.
Grundimpfung beim Hund
Eine Grundimpfung wird in der Regel im Alter von 8-9 Lebenswochen gestartet. Hierbei wird gegen nachstehende Krankheiten geimpft:
• Parvovirose (Katzenseuche des Hundes)
• Zwingerhusten - nicht unbedingt, nur auf Wunsch, bzw. wenn es gerade umgeht. Der Schutz ist nie 100 Prozent, ist aber empfehlenswert.
• Staupe
• Hepatitis
• Leptospirose (auch 'Stuttgarter Hundeseuche' genannt)
Etwa 4-5 Wochen später erfolgt die 2. Impfung. Dann wird geimpft gegen:
• Parvovirose
• Zwingerhusten
• Staupe
• Hepatitis
• Leptospirose
• Tollwut
Wiederholungsimpfungen beim Hund
Um einen andauernden Impfschutz sicherzustellen, muss eine Impfung bei jedem Hund jährlich wiederholt werden. Hierbei sind die gesetzlichen Bestimmungen im Reiseverkehr zu berücksichtigen. Bei der jährlichen Wiederholungsimpfung wird geimpft gegen:
• Parvovirose
• Zwingerhusten
• Staupe
• Hepatitis
• Leptospirose
• Tollwut
Zusätzliche Impfungen beim Hund
Unter bestimmten Umständen ist es wichtig, den Hund zusätzlich gegen folgende Krankheiten impfen zu lassen:
• Zeckenexposition
• Borreliose
Klären Sie mit einem Tierarzt ab, welche zusätzlichen Impfungen durchgeführt werden und in welchen Zeitabständen geimpft werden soll. Auch bei älteren Hunden ist es nie zu spät, eine Impfung durchzuführen. Es sollte berücksichtigt werden, dass eine Grundimmunisierung auch bei älteren Hunden erforderlich ist.
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