
Hallo an alle nach langem. Hier ein doch etwas längerer Beitrag, aber durch aus wichtiger.
Der Schweizer Tierschutz STS stellte in einer Recherche fest, das Hundevergiftungen keine Einzelfälle mehr sind.
Tierhalter werden von der STS zur Vorsicht ermahnt und geben Ratschläge was bei Verdacht auf eine Vergiftung getan werden soll.
Zurzeit treibt ein Hundevergifter in Hönggerberg in Zürich sein Unwesen.
Mehrere Hunde wurden wegen Vergifterscheinungen zum Tierarzt gebracht.
Zwei Hunde sind schon verstorben.
Aber nicht nur in Hönggerberg treten Hundevergiftungen auf.
Mitte Januar hatte ein 80 jähriger Mann in St-Leonard in Wallis mehrere Hunde vergiftet.
Drei Hunde mussten sterben, der Mann sagte, dass er mit den Ködern Füchse vergiften wollte.
Es gibt unzählige solcher Fälle, viele werden aber nicht publik, daher wissen viele Hundehalter von diesem Problem nichts.
Die Täter werden nur sehr selten bestraft und wenn dann auch viel zu milde.
Die fehlende Entschlossenheit der Behörden ist der Grund, warum der Schweizer Tierschutz STS die "Initiative gegen Tierquälerei und für einen besseren Rechtsschutz der Tiere" (Tierschutzanwalt-Initiative) lanciert hat.
Alle Kantone der Schweiz sollen einen Tierschutzanwalt ernennen.
Dieser soll in Strafverfahren gegen Tierquäler Parteirechte und könnte zu milde Urteile oder ungerechtfertigte Einstellungen von Verfahren anfechten.
Nur der Kanton Zürich hat seit 1992 einen Tieranwalt.
Zum Vergiften von Hund nutzten die Vergifter unterschiedliche Mittel.
Diese werden meist in einen Köder eingebracht. Die Palette reicht von Nägeln über Frostschutzmittel bis zu Psychopharmaka und Giften. Krampfauslösende Gifte können innerhalb weniger Minuten zu Störungen des Zentralnervensystems führen.
Wie sieht die Behandlung aus?
Es wird versucht, den Hund zum erbrechen zu bringen.
Danach wird dem Hund Kohle verabreicht.
Die weiteren Maßnahmen, Magenspülungen, evtl. Dauernarkose, antitoxische Injektionen und Infusionen richten sich nach der Schwere der Symptome. Wichtig: Die Behandlung kann optimiert werden, wenn der aufgenommene Stoff bekannt ist (anhand der Verpackung, Probe von Erbrochenem).
Was sind die verbreitetsten Gifte?
Das sind Ratten und Mäusegift.
Die Gifte enthalten Cumarin. Cumarin stört die Blutgerinnung, das hat zu folge das innere Blutungen entstehen.
Was sind die ersten Symptome?
- Müdigkeit
- Schwankender Gang
- Beschleunigter Puls
- Meistens folgt Erbrechen und mit Blut vermischter Durchfall.
Oft wird auch das Gift Metaldehyd eingesetzt.
Meta ist in Brennstofftabletten und in gewissen Schneckengiften enthalten.
Erste Symptome sind: stärkeres Vibrieren der Tasthaare, Zuckungen der Gesichtsmuskulatur, später Krämpfe am ganzen Körper. Das Bewusstsein und auch die Reflexe sind gestört.
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